Neuigkeiten

Informationen zum Klinikbetrieb

Betrifft unter anderem die Besuchsregelung, präventive Verschiebung von geplanten Operationen und Eingriffen, Informationen für Mitarbeitende sowie für Helfer und Spender

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen haben wir für Patienten, Angehörige, Besucher und Mitarbeitende sowie Helfer und Spender Informationen zusammengestellt rund um den Klinikbetrieb.

 

[02.06.2020] Besuchsregelung anhand der Verordnung des Sozialministeriums zur Eindämmung von Übertragungen des Corona-Virus (SARS-CoV-2) in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen sowie Unterstützungsangeboten im Vor- und Umfeld von Pflege (Corona-Verordnung Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – CoronaVO Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen) vom 28. Mai

 Allgemeine Information

Das Wichtigste auf einen Blick ...

  • Pro Tag ist ein/e Besucherin/Besucher pro Patientin/Patient gestattet. Bitte bringen Sie keine weiteren Personen, z.B. Ihre Kinder, mit.
  • Ausnahmen sind in wenigen Einzelfällen möglich (s.u.)
  • Besuchszeit täglich in der Zeit von 15 bis 19 Uhr (in der Psychiatrischen Klinik von 14 bis 17 Uhr)
  • Die Besuchsdauer beträgt 60 Minuten.
  • Es muss vorab bei jedem Besuch eine Besucherregistrierung und eine Besucherselbstauskunft erfolgen.
  • Die Registrierung erfolgt ausschließlich an den unten genannten Registrierungsstellen.
  • In den Klinikgebäuden besteht eine Maskenpflicht. Das Tragen von Alltagsmasken ist möglich.
  • Es sind Abstandsregeln einzuhalten und Hygieneregeln zu beachten.
     

Hier können Sie die Formulare zur Besucherregistrierung und zur Besucherselbstauskunft herunterladen. Bitte bringen Sie diese, wenn möglich, ausgefüllt zur Registrierungsstelle mit.

Die zentrale Registrierungsstelle befindet sich in Haus R. Besucher von Haus S können sich am Eingang von Haus S registrieren lassen. Besucher der psychiatrischen Kliniken lassen sich in der Kaiserallee 10 registrieren. Auf Station ist keine Registrierung möglich.

Die genannten Besuchsregeln gelten ausschließlich für den NON-COVID Bereich des Klinikums. Im COVID-Bereich sowie in der Zentralen Notaufnahme gilt nach wie vor ein Besuchsverbot.

Ein Besuchsverbot gilt nach der Corona-Verordnung weiter für Personen,

  • die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur haben
  • die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem COVID-19-Erkrankten oder einem nicht widerlegten Verdachtsfall hatten oder
  • neu: die in den letzten vier Wochen selbst an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein nicht nachweislich widerlegter Krankheitsverdacht bestand.
     

Spezielle Regelungen gibt es für den Kreissaal, die Wöchnerinnenstation, Eltern, die ihr Kind besuchen wollen, die KJP, onkologische Bereiche sowie für Angehörige, die Sterbende begleiten. Auch Besuche auf Intensivstationen sind unter Einhaltung der Vorgaben möglich.

 Bitte beachten Sie die Maskenpflicht in den Gebäuden des Klinikums.

Grundsätzliches: Setzen Sie unter Einhaltung nachstehender Hinweise die Bedeckung möglichst schon zuhause vor dem Verlassen Ihrer Wohnung auf. Bei der Nutzung von Mund-Nase-Bedeckungen sind der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.5 m zu anderen Menschen genauso wie Maßnahmen zur Händehygiene unbedingt weiter einzuhalten. Ausnahmen gelten nur bei Dienstleistungen mit unumgänglichem Kunden-Dienstleisterkontakt bei der die Abstandreglung nicht eingehalten werden kann.

Praktische Hinweise zur Handhabung des Mund-Nasen-Schutzes:

  • Vor dem Aufsetzen der Mund-Nase-Bedeckung Hände gründlich mit Seife reinigen (20-30 sec).
  • Nur eine frische/saubere Bedeckung aufsetzen, richtig über Mund, Nase und Wangen platzieren. Auf enges Anliegen der Ränder achten, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung während des weiteren Tragens nicht berühren.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung zu keinem Zeitpunkt um den Hals tragen.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung möglichst erst zu Hause wieder absetzen. Für den Fall, dass die Bedeckung unterwegs abgesetzt werden muss und weitere Bedeckungen gebraucht werden, einzeln verpackte Bedeckungen mit sich führen.
  • Vor dem Absetzen der Bedeckung Hände gründlich mit Seife reinigen (20-30 sec).
  • Nach dem Abnehmen die Mund-Nase-Bedeckung so aufbewahren, dass sie schnell trocknen kann, Berührungen zu anderen Oberflächen vermieden werden und die aufbewahrten Masken unzugänglich für Dritte sind. Sinnvoll ist es, die waschbare Mund-Nase-Bedeckung in einem waschbaren (gleiche Waschbedingung wie für Maske) Stoffbeutel abzulegen, ohne dass dessen Außenseite und Öffnung durch die Mund-Nase-Bedeckung berührt werden.
  • Nach dem Absetzen der Mund-Nase-Bedeckung mit den Händen keine Oberflächen berühren, Hände gründlich waschen (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
  • Die Masken im Beutel möglichst am Tag der Benutzung waschen.

Bitte schauen Sie sich die Patientenselbstauskunft zu SARS-CoV-2 schon frühzeitig (2-3) Tage vor Ihrem Termin an und beantworten Sie die Fragen für sich wahrheitsgetreu.

Haben Sie zu diesem Zeitpunkt Symptome oder müssen Sie sonst eine der Fragen mit „JA“ beantworten, melden Sie sich bitte gleich telefonisch in der jeweiligen Abteilung und sagen den Termin ggf. ab, bzw. stimmen sich über das weitere Vorgehen mit den Mitarbeiter*innen ab.

Am Tag Ihres Termins bzw. Ihrer Aufnahme füllen Sie die Patientenselbstauskunft dann aus und bringen diese unterschrieben zur Anmeldung mit.

Hier gilt ergänzend: Haben Sie zu diesem Zeitpunkt Symptome oder müssen Sie sonst eine der Fragen mit „JA“ beantworten, kommen Sie bitte nicht in die Klinik, sondern melden Sie sich gleich telefonisch in der jeweiligen Abteilung und sagen den Termin ab, bzw. stimmen sich über das weitere Vorgehen mit den Mitarbeiter*innen ab.

Ausgenommen von diesem Vorgehen sind akute Notfall-Behandlungen, die in unserer Zentralen Notaufnahme gesehen werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Stand 08.07.2020 (8:00 Uhr)

  • 2 COVID-19-Patienten (Allgemeinstation)
  • 0 COVID-19-Patient (Intensivstation nicht beatmet) 
  • 1 COVID-19-Patienten (Intensivstation beatmet)
  • 56 Entlassene COVID-19-Patienten (Gesamtzahl)
  • 20 Todesfälle (Gesamtzahl)

Derzeit erreichen uns viele Angebote von Menschen, die uns mit ihrem persönlichen Einsatz in der Pflege oder anderen Bereichen des Klinikums unterstützen wollen. Die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung freut uns sehr!

Für Ihr Hilfsangebot haben wir die Hotline 0721 974 688 88 geschaltet. Sie ist Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie 13.30 bis 15 Uhr besetzt. Sie erreichen uns daneben rund um die Uhr per E-Mail.

Wollen Sie dem Klinikum und seinen Mitarbeitenden eine Sach- oder Geldspende zukommen lassen? Auf unserer Spendenseite finden Sie alle Details.

Im Namen der Beschäftigten und der Geschäftsführung bedanken wir uns bei allen Helfern und Spendern!

Wann soll sich ein Mitarbeitender bei der Corona-Hotline 61888 melden?

[09.04.2020] Die Corona-Hotline des Klinikums steht für alle Fragen der Mitarbeitenden zum Umgang mit SARS-Cov2 zur Verfügung. Sie sollen sich hier insbesondere melden, wenn Sie:

  1. von einer Auslandsreise zurückkommen,
  2. selbst Symptome einer Atemwegsinfektion, auch einer leichten Infektion der oberen Atemwege, haben oder
  3. Kontaktperson einer an SARS-Cov2-erkrankten Person (z.B. Mitbewohner) sind.

In allen diesen Fällen sollen Sie bis zur Klärung im Gespräch mit der Hotline zuhause bleiben!

Welche Mitarbeitende werden auf SARS-Cov2 untersucht?

[09.04.2020] Auch unsere Testkapazitäten sind beschränkt. Wir können Sie nur dann testen, wenn die Untersuchung zuvor von der Krankenhaushygiene bzw. der Corona-Hotline  veranlasst wurde. Zur Abstrichentnahme stellen Sie sich in der Mitarbeiterambulanz der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene vor.
Die Untersuchung wird insbesondere angeordnet bei den Mitarbeitenden, die sich mit Symptomen gemeldet haben, sowie zur Aufarbeitung und Nachverfolgung von ungeschützten Kontakten zu Corona-positiven Patienten, Kolleg*innen oder Haushaltskontakten.

Erweiterte Notbetreuung für Kita- und Schulkinder

[05.05.2020] Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat den Personenkreis erweitert, der Anspruch auf eine Notbetreuung nach der Corona-Verordnung hat (Konsolidierte Fassung der Corona-Verordnung - CoronaVO vom 17. März 2020, gültig ab 04. Mai 2020). Kita- und Schulkinder können in einer Notgruppe betreut werden, wenn diese Kriterien zutreffen:

  • Das Kind besucht eine Kindertageseinrichtung, eine Einrichtung der Kindertagespflege, eine Grundschule oder eine weiterführende Schulen bis einschließlich siebte Klasse.
  • Beide Elternteile bzw. das alleinerziehende Elternteil sind berufstätig.
  • Beide Elternteile bzw. das alleinerziehende Elternteil nehmen eine systemrelevante oder präsenzpflichtige Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahr und sind dabei unabkömmlich.
  • Eine familiäre oder anderweitige Betreuung ist nicht möglich.
     

In Rheinland-Pfalz richtet sich die Notbetreuung vor allem an Berufsgruppen mit systemrelevanten Tätigkeiten, und zwar derzeit unabhängig davon, ob ein oder beide Elternteile diesen Berufsgruppen angehören. Zudem an berufstätige Alleinerziehende und andere Sorgeberechtigte, die auf eine Betreuung angewiesen sind und keinerlei andere Betreuungslösung finden (Härtefälle).

Anträge und Formulare bekommen Sie bei der Stadt bzw. Gemeinde, in der das Kind betreut wird. Den Nachweis zur Tätigkeit im Klinikum erhalten Sie im QOH über das Suchwort "Nachweis über eine Tätigkeit".

Bitte beachten Sie, dass in manchen Städten und Gemeinden (z.B. Karlsruhe) die Anmeldung zur Kita-Notbetreuung dezentral über die Träger organisiert wird.

Weitere Regelungen

Bereiche im Klinikum, in denen nach Abstimmung mit der Führungskraft HomeOffice möglich ist, können diese Variante nutzen, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Informationen

Videos zu verschiedenen Themen finden Sie im Youtube-Kanal des Klinikums.

[17.04.2020] Die Datenlage zu diesem Thema reicht derzeit noch nicht aus, um Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft abschließend zu beantworten. Nach Informationen der WHO gibt es jedoch kein erhöhtes Risiko bei Schwangeren für einen schweren Krankheitsverlauf. Ebenso gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Infektion während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann.

Bei Neugeborenen gibt es zudem keinen Nachweis dafür, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Möglich ist jedoch eine Infektion über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion.

Zu weiteren Informationen hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Hinweise und FAQ  für Schwangere und Säuglinge erarbeitet.

[Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung]
 

[11.05.2020] Erkrankungen

In der Mehrzahl der heute vorliegenden Studien sind Kinder in andere Weise von SARS-CoV-2-Infektionen („neuartiges Coronavirus“, CoVid-19) betroffen als Erwachsene. Möglicherweise stecken Kinder sich generell weniger leicht an, jedoch wurden möglicherweise einfach weniger Kinder mit leichten Symptome getestet. Sogar asymptomatische Krankheitsverläufe kommen bei Kindern nach ersten Studien relativ häufig vor. Schwere Verläufe sind selten und betreffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, einzelne Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 sind im Kindesalter beschrieben. Erfreulicherweise sind bisher auch bei chronisch lungenkranken Kindern schwere Verläufe die Ausnahme. Dennoch empfiehlt es sich, bei Vorliegen einer chronischen Grundkrankheit (insbesondere Lunge, Herz und Immunsystem) oder bei Einnahme immunschwächender Medikamente auch bei Kindern (und ihren Familie) zumindest die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen auch in den nächsten Monaten konsequent einzuhalten.

Schulbetrieb

Zur Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung beitragen, bestehen die oben genannten Unwägbarkeiten. Da die Bildungseinrichtungen während den meisten Untersuchungen geschlossen waren, ist der heutige Sachstand nicht auf die Alltagssituation übertragbar. Als Klinik für Kinder- und Jugendliche befürworten wir aus pädiatrischer Sicht eine angemessene Wiederaufnahme und Normalisierung des Schulbetriebes. Allerdings müssen auch hier die empfohlenen Schutzmaßnahmen so lange wie nötig eingehalten werden.

Freizeit und Familie

Aufgrund der hohen Übertragbarkeit des Virus, dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander und dem häufigeren symptomlosen bzw. milden Verlauf erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden. Auch für Kinder und Jugendliche gelten die empfohlenen Maßnahmen, so sollten sie zu anderen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten. Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden.

[Quelle: Prof. Dr. Joachim Kühr (Klinikdirektor der Kinder- und Jugendmedizin)]

Die onkologischen Patienten werden auf speziellen Stationen behandelt und haben keinen Kontakt zu anderen Patienten. Alle Behandlungen, die medizinisch erforderlich sind, werden weiterhin uneingeschränkt durchgeführt. Wenn die Therapie bedenkenlos um einige Monate verschoben werden kann, wird dies gemacht. 

Nicht alle onkologischen Patienten zählen zur Hochrisikogruppe. Wer z.B. an einer chronischen Form von Krebs leidet und gut mit seiner Erkrankung lebt, hat nicht unbedingt ein erhöhtes Risiko. Im Einzelfall ist es aber sinnvoll, die Situation mit dem behandelnden Onkologen zu besprechen. Wichtig: Während und nach der Chemotherapie ist das Immunsystem geschwächt und der Patient somit generell anfälliger für Infektionen.
 
Allgemein unterscheiden sich die Vorsichtsmaßnahmen für Krebspatienten nicht wesentlich. Auch hier soll der 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen streng beachtet werden. Des Weiteren erhalten Patienten, die in die onkologische Ambulanz kommen, einen Mundschutz.

Sowohl die Palliativstation als auch der palliativmedizinische Konsiliardienst arbeiten weiter. Schwerkranke Menschen oder Menschen in der Sterbephase können mittels einer ärztlichen Einzelfallentscheidung eine Sondererlaubnis für Besuche erhalten.

[Quelle: Interview mit Prof. Martin Bentz, Klinikdirektor Medizinischen Klinik III]
 

Bisher steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Was Sie dennoch tun können: Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen Empfehlungen kann dazu beitragen.
 
[Quelle: Robert-Koch-Institut]
 

Was sind Allergien und wodurch werden sie ausgelöst? 
Allergien entstehen auf der Basis einer immunologischen Reaktion. Der Körper reagiert mit einer Immunantwort auf ein auslösendes Allergen. Das können z.B. Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel, auf die Haut aufgebrachte Substanzen wie z.B. Inhaltsstoffe von Kosmetika/Salben oder auch Arbeitsstoffe im Beruf wie Haarfärbemittel, Handschuhe, Kühlschmierstoffe und vieles anderes sein. Auch Medikamente können eine Allergie auslösen. Je nach Allergen und Beschaffenheit bzw. Aufnahme des Allergens entstehen Symptome an verschiedenen Organsystemen (Schleimhäute (Heuschnupfen, Asthma, Konjunktivitis u.a.)), Magen-Darmschleimhaut (Durchfall, Erbrechen), Haut (Kontaktekzeme) 

Was sind die häufigsten Allergien und welche Symptome rufen sie hervor? 
Heuschnupfen: Laufende Nase, Augenjucken, Juckreiz im Mund/Rachen, Schlafstörungen, Müdigkeit
Asthma: Husten, Auswurf, Luftnot
Kontaktekzem: Rötung und Schuppung der Haut, Einrisse der Haut, Streuung auf andere Hautareale außerhalb des Hautkontakts (z.B. Auch Ekzemherde an den Armen und am Körper bei einem allergischen Handekzem)
Insektengiftallergie: Anaphylaktischer Schock bis hin zum Tod

Welche Tiere und Pflanzen lösen die meisten Allergien aus? 
Hausstaubmilben, Insekten (Bienen und Wespen), Katzen, Gräser, Bäume und Sträucher, v.a. die Hasel und Birke, aber auch Schimmelpilze

Wie lassen sich Allergien behandeln? 
Der Hauptansatzpunkt bei der Behandlung von Allergien ist die Vermeidung eines Allergenkontakts (Allergenkarenz). So sollten beispielweise bei einer Erdnussallergie keine Erdnüsse und auch keine Spuren von Erdnüssen(!) mehr gegessen werden. Es kann zudem eine medikamentöse Behandlung mit z.B. Antihistaminika oder Kortison erfolgen. Beim anaphylaktischen Schock mit Adrenalin, Haut (Ekzem) erfolgt eine intensive Salben- und Phototherapie sowie eine spezifische Immuntherapie (die "Hyposensibilisierung"), insbesondere bei der Insektengiftallergie und dem Heuschnupfen

Hat die Zahl der Allergie-Fälle in den vergangenen zehn Jahren zu- oder abgenommen? 
Zunahme

Wie können Betroffene Allergie- und Corona-Symptome unterscheiden? 
Für die Corona-Infektion typisch ist die fieberhafte Erkältung zunächst der oberen Atemwege, mit Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen, gefolgt von Husten und Lungenbeschwerden,  typisch für Allergien sind die verstopfte Nase mit Nasenlaufen, juckende, rote Augen und Reizhusten, Allergien führen in der Regel nicht zu Fieber

Welche Risiken ergeben sich für Allergie-Patienten durch Corona? 
Die Gefahr besteht, dass eine milde Corona-Infektion als Allergie missinterpretiert und dann verzögert diagnostiziert und behandelt wird. Patienten mit allergischem Asthma sind generell als Risikogruppe einzuordnen.

Was können Allergiker abgesehen von medikamentöser Behandlung tun? 
Allergene meiden, wo immer es geht, angefangen von Lüftungsgewohnheiten, abendlichem Duschen und Ablegen der Kleidung außerhalb des Schlafzimmers bei Pollenallergien, Hausstaubsanierung (Matratzen etc.) und Klimaveränderungen (z.B. Milben-freies Hochgebirge) bei Hausstaubmilbenallergikern oder das Meiden bestimmter Nahrungsmittel z.B. von Stein- und Kernobst bei Birkenpollenallergikern, Meiden des Allergens ist besonders auch bei Kontaktekzemen und Medikamentenallergien wichtig, bitte immer - wenn vorhanden - einen Allergiepass bei sich tragen!

[Auszug aus einem gemeinsamen Interview von Prof. Dr.  Claus-Detlev Klemke (Direktor der Hautklinik) und Prof. Dr. med. Werner Heppt (Direktor der HNO-Klinik)]
 

Petra Geiger
Autor: Petra Geiger