Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Bericht einer Teilnehmerin des Erasmus+ Projektes

Anfang des Jahres hatten zum zweiten Mal fünf von uns Nachwuchspflegern die Möglichkeit, einen Monat lang im Ausland zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Wir waren alle sehr aufgeregt und gespannt was uns wohl erwarten wird.
Anne aus dem 07/16 Kurs war in Schottland (Edinburgh) auf einer inneren Station (Urologie) eingesetzt, wo sie hauptsächlich mit den Pflegehilfen arbeitete und das schottische Gesundheitssystem kennenlernen durfte.
Pavlo ebenfalls aus dem 07/16 Kurs flog nach Zypern und arbeitete in der Küstenstadt Limassol auf einer Intensivstation sowie in anderen Fachbereichen.
Bianca aus dem Kurs 04/16 war in Portugal (in der Nähe von Porto) auf der Pneumologie eingesetzt. Auf dieser wurde sie mit der aktuellen Situation des portugiesischen Gesundheitssystems in einer Kleinstadt konfrontiert. Ihr wurde als Muttersprachlerin von Beginn an viel Verantwortung übertragen, wodurch sie das sich stark zu deutschen Verhältnissen unterscheidende Arbeitsumfeld intensiv erlebte.
Katrin und Julia, auch aus dem 04/16 Kurs fuhren gemeinsam nach Frankreich (Nancy) und arbeiteten im dortigen Universitätsklinikum. Da die Krankenpflegeschule bereits häufiger Erasmusschüler vor Ort hat, war alles sehr gut organisiert und die Begrüßung und Einführung durch unsere dortige Erasmuskoordinatorin sehr herzlich. Katrin war auf der Stroke Unit, wo sie mit den sehr gut ausgebildeten Pflegehilfen die Patientenversorgung von neurologisch erkrankten Patienten übernahm und in den Genuss einer traumhaften und angemessenen Personalbesetzung kam.
Ich selbst hatte meinen Einsatz in der Notaufnahme, wo ich zu den Aspekten Triage, Schockraum oder Rettungsdienst neues Wissen der französischen Notfallversorgung erlernen konnte und selbständig anwenden durfte.
Wir wurden alle sehr freundlich und offen von unseren Kollegen behandelt, viele waren neugierig „wie es in Deutschland so läuft“. Es war nicht einfach und erforderte jede Menge Mut, aber letztendlich sind wir alle daran gewachsen und können nicht nur fachlich viel mitnehmen, sondern auch menschlich und persönlich. Dass wir diese wahnsinnigen Erfahrungen überhaupt machen konnten, haben wir Frau Grosch zu verdanken, die mit Herzblut und Motivation alles organisierte und ständig für uns erreichbar war.

Julia Krause (4/16)

Autor: Schule für Pflegeberufe