Medizinisch-technische(r) Laboratoriumsassistent(in)

Armend zeigt dir seine Ausbildung

Als angehender Medizinisch-technischer Laborassistent erlerne ich während meiner Ausbildung Untersuchungsmethoden und Techniken zur Vorsorge, Erkennung und Behandlung von Krankheiten.

An meinem zukünftigen Beruf gefällt mir die Kombination von naturwissenschaftlichen Grundlagen und praktischem Arbeiten. Mikroskopieren, Identifizierung von Bakterien, Aufbereitung von Gewebeproben, Blutuntersuchungen, Erkennung von Leukämien und Nachweis von Virus-DNA sind nur einige Beispiele meiner zukünftigen interessanten Tätigkeit.

Wenn du einen spannenden, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf im medizinischen Bereich suchst und Freude am analytischen Arbeiten hast, bist du hier genau richtig. 

Weitere Informationen

Bei der Behandlung von Patienten sind vielfältige, technisch anspruchsvolle diagnostische Untersuchungen notwendig. Die Ausbildung befähigt dazu selbstständig und eigenverantwortlich labordiagnostische Untersuchungen aus Körperflüssigkeiten und –Geweben zur Vorsorge, Erkennung und zur Behandlung von Krankheiten durchzuführen. Die Schüler werden insbesondere in den Methoden der Klinischen Chemie, Hämatologie, Histologie/Zytologie, Mikrobiologie und Immunologie qualifiziert ausgebildet.

  • Drei Jahre (= sechs Semester)
  • Der Unterricht findet ganztägig statt und besteht aus theoretischer und praktischer Ausbildung
  • Die Berufsbezogene Ausbildung findet in den Instituten des Klinikums statt
  • Das sechswöchiges Krankenpflegepraktikum wird am Städtischen Klinikum Karlsruhe abgeleistet
  • Abschluss durch staatliche Prüfung vor dem Regierungspräsidium Karlsruhe
  • In einem Zeitraum von 4 Wochen: schriftliche Prüfung 2 Tage, praktische Prüfung 7 Tage, mündliche Prüfung 2 Tage

Theoretische und praktische Ausbildung

Nebenfächer

  • Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde
  • Mathematik und Statistik
  • Biologie und Anatomie
  • Hygiene
  • Physik
  • Medizinische Dokumentation und EDV
  • Chemie und Biochemie
  • Physiologie und Pathophysiologie
  • Krankheitslehre und Psychologie
  • Erste Hilfe
  • Fachenglisch

 

Hauptfächer

  • Histologie/Zytologie
  • Klinische Chemie
  • Hämatologie
  • Mikrobiologie
  • Immunologie/Gerätekunde

 

Berufsbezogene Ausbildung in den Bereichen

  • Laboratoriumsmedizin
  • Toxikologie
  • Mikrobiologie
  • Transfusionsmedizin
  • Pathologie
  • Krankenhauspraktikum (nach § 8 Abs. 3 MTAG)

 

Auszug aus der "Ausbildungs- und Prüfungsordnung für technische Assistenten in der Medizin". (MTA-APrV vom 25.04.1994 des MTA-Gesetzes vom 02.08.1993 BGBI.IS.1402).

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten arbeiten hauptsächlich in Einrichtungen des Gesundheitswesens, zum Beispiel in Krankenhäusern, Universitätskliniken und in medizinischen Laboratorien.

Hier finden sich folgende diagnostische Fachgebiete:

Laboratoriumsmedizin

In der klinischen Chemie werden Konzentrationen von chemischen Stoffen, die bei physiologischen und biochemischen Vorgängen im Körper entstehen, aus verschiedenen Untersuchungsmaterialien wie Blut, Urin und Liquor analysiert. Mit Hilfe der anorganischen- und organischen Chemie können zum Beispiel Elektrolyte, Proteine, Lipide und Kohlenhydrate bestimmt werden. Alle diese Stoffe liegen in einer ganz bestimmten Konzentration im Körper vor.

Abweichungen von dieser Norm geben Hinweise auf Erkrankungen. Die Ergebnisse sind wesentlich für die Diagnose von Krankheiten und ihren Ursachen, für die Überwachung des Krankheitsverlaufs und bei der Bewertung therapeutischer Maßnahmen. Zur Durchführung dieser Untersuchungen werden morphologische, chemische, physikalische, immunologische und biochemische Analysenverfahren eingesetzt.

In der Hämatologie werden die Blutzellen im sogenannten „Blutbild“ mengenmäßig erfasst und nach ihrem Aussehen differenziert, um gesunde von krankhaft veränderten Zellen (z.B. bei Leukämien) zu unterscheiden. Diese Differenzierung erfolgt in unterschiedlich gefärbten Blut- und Knochenmarkspräparaten.

Mikrobiologie

Die Mikrobiologie befasst sich mit den Erregern von Infektionskrankheiten und beinhaltet vier Teilgebiete:

In der Bakteriologie werden Bakterien aus Untersuchungsmaterial auf künstlichen Nährmedien angezüchtet und anschließend mit den unterschiedlichsten Techniken identifiziert. Als Therapievorschlag wird ein Antibiogramm erstellt, indem man Empfindlichkeit bzw. Resistenz gegenüber Antibiotika bestimmt.

In der Mykologie werden Pilze wie Schimmelpilze, Dermatophyten und Hefen angezüchtet und typisiert.

In der Parasitologie werden beispielsweise Würmer aus Stuhl und Malariaerreger aus Blutausstrichen nachgewiesen.

Die Virologie befasst sich mit dem Nachweis von Viren wie HIV, Ebola, Masern, Mumps, Röteln usw. Einige Viren können auf Zellkulturen angezüchtet werden, aber überwiegend erfolgt der Nachweis mittels Infektionsserologie oder molekularbiologischer Methoden.

In der Infektionsserologie können Antikörper oder auch  Erreger mit Hilfe immunologischer Testmethoden nachgewiesen werden und so Auskunft über Diagnose und Verlauf einer Infektionskrankheit geben.

Bei Erkrankungen wie z.B. AIDS, Tuberkulose, usw. können kleinste Erregermengen mit modernen molekularbiologischen Methoden nachgewiesen werden (Vermehrung einzelner DNA-Abschnitte mit anschließender Identifizierung).

Transfusionsmedizin

Bei der Akutversorgung von Unfallopfern, im Rahmen von Tumorerkrankungen und vielen anderen klinischen Situationen ist die Gabe von Blutpräparaten oft eine unverzichtbare therapeutische Maßnahme. Deswegen gehört die Gewinnung, Herstellung und Bereithaltung von Blutkonserven für das Krankenhaus zu einer der wichtigsten Aufgaben der Blutspendezentrale.

Ein weiteres Teilgebiet, ist die Immunhämatologie, in der unter anderem die Bestimmung von Blutgruppen und Rhesusfaktoren vorgenommen werden.

In der Hämostaseologie werden zur Erkennung von z.B. Blutungsneigungen und Thrombosen Parameter der Blutgerinnung wie Thrombozyten, Gerinnungsfaktoren, Fibrinogen und die Gerinnungszeit ermittelt.

Die Transplantationsimmunologie befasst sich mit serologischen und molekularbiologischen Gewebetypisierungen (z.B. HLA-Merkmalen), um Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen zu verhindern.

Pathologie

In der Histologie werden z.B. Operationspräparate, Exzisate und Gewebeproben von Organen, die in der Klinik entnommen wurden, in Einbettkassetten eingelegt, entwässert und zu Paraffinblöcken ausgegossen. Die Paraffinblöcke werden am Mikrotom hauchdünn geschnitten und auf gläserne Objektträger aufgezogen. Nach der Entparaffinierung wird das Gewebe gefärbt und danach mikroskopisch auf pathologische Veränderungen untersucht.

Die Zytologie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Zellmaterial, das durch Nadelpunktion von Organ- und Körperflüssigkeiten oder Abstrichen gewonnen wurde.

Bei der Schnellschnittuntersuchung kann bei besonderen Fragestellungen Gewebe innerhalb von 20 Minuten tiefgefroren, am Kryostaten geschnitten, der Gefrierschnitt gefärbt und mikroskopisch untersucht werden, noch während ein Patient operiert wird.

In der Immunhistochemie werden durch den Einsatz von Antikörpern bestimmte Proteinstrukturen am histologischen Schnitt dargestellt, was weiterführende Aussagen z.B. bei Tumordiagnosen zulässt.

Neben den Tätigkeitsfeldern in der Medizin bieten sich auch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Medizinische Forschung
  • Pharmazeutische Industrie
  • Veterinärmedizinische Laboratorien
  • Medizintechnik
  • Pharmakologie/Toxikologie
  • Realschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss
  • Mindestalter 16 Jahre
  • Spaß an naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Chemie und Mathematik
  • Interesse für den medizinisch-diagnostischen Bereich
  • Freude am praktischen Arbeiten
  • Hohes Maß an Präzision, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit

Um sich über Ausbildung und Beruf zu informieren, besteht im Rahmen eines Berufsorientierungspraktikums die Möglichkeit der einwöchigen Teilnahme am theoretischen und praktischen Unterricht.

Die Bewerbung erfolgt schriftlich über das Sekretariat

  • Anschreiben mit Angabe des gewünschten Zeitraums
  • Lebenslauf mit Foto
  • aktuelles Zeugnis

 

Kosten/Fördermittel

  • Es wird keine Ausbildungsvergütung geleistet.
  • Es wird kein Schulgeld erhoben.
  • Die Ausbildung zur/zum MTLA ist förderungswürdig nach BAföG.

 

Wohnen und Leben während der Ausbildung
Es stehen 3 Personalwohnheime zur Verfügung. Alle Wohnheime sind ca. 10 Gehminuten vom Klinikum Karlsruhe in der Moltkestraße entfernt.

Ausbildungsbeginn

1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres

Bewerbungsunterlagen (Bitte keine Mappen)

  • Bewerbungsschreiben
  • Passfoto
  • Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis
  • Anmeldebogen (bitte ausgefüllt per Mail oder Post zuschicken)

 

Anmeldebogen
das pdf zum downloaden

Kontaktdaten

Per E-Mail
mtlschule@klinikum-karlsruhe.de

Anlagen bitte im *.pdf-Format
Bitte beachten Sie, dass wir aus Sicherheitsgründen Bewerbungen, die eine Anlage in einem anderen Dateiformat enthält, nicht bearbeiten.

Per Post
Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH
MTL-Schule
Moltkestraße 90
76133 Karlsruhe

Ansprechpartner
Für Fragen steht Ihnen das Team der MTLA-Schule gerne zur Verfügung
Telefon: 0721 974-7550

Unser Team besteht aus 6 festangestellten Lehr-MTAs, einer Sekretärin, sowie Ärzten und Naturwissenschaftlern des Städtischen Klinikums Karlsruhe und freien Dozenten.

Fachspezifische Weiterbildung

  • Fachassistenten/innen
  • leitenden Assistenten/innen
  • Lehr-MTLA

 

Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit, ein Duales Studium (z.B. Medizintechnische Wissenschaften) anzuschließen. In einem Medizinstudium werden verschiedene Ausbildungsinhalte anerkannt.

Schule für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten
Christiane Casper

Moltkestraße 90
76133 Karlsruhe
Haus N

Telefon: 0721 974-7550
mtlschule@klinikum-karlsruhe.de

Dauer
3 Jahre
Ausbildungsbeginn
01.04. jedes Jahr
01.10. jedes Jahr
Abschlussprüfung
Mündlich, schriftlich & praktisch
Berufsbezeichnung
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3 Jahre
Ausbildungsbeginn
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01.10. jedes Jahr
Abschlussprüfung
Mündlich, schriftlich & praktisch
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