Presse, Neuigkeiten

Informationen zum Coronavirus (2019-nCoV)

Das Robert-Koch-Institut berichtet engmaschig zur weiteren Entwicklung des Coronavirus

Nachdem die Medien wie auch das Robert-Koch-Institut aktuell über die erste Erkrankung durch das neue Coronavirus in Deutschland berichten, häufen sich  im Klinikum Karlsruhe  Anfragen von Pressevertretern sowie besorgten Bürgerinnen und Bürgern.

Mit Blick auf Empfehlungen zum Umgang mit der Virusinfektion und zur besseren Einschätzung des aktuellen Erkrankungsrisikos empfiehlt der Leiter der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Dr. Eberhard Kniehl, die Internetseiten des Robert-Koch-Instituts.

Nach aktuellem Stand geht die Behörde davon aus, dass mit einem Import von einzelnen Fällen nach Deutschland gerechnet werden muss. „Auch einzelne Übertragungen in Deutschland sind möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung bleibt derzeit weiterhin gering. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.“
Auf seinen  Internetseiten berichtet das Robert-Koch-Institut  engmaschig zur weiteren Entwicklung des Coronavirus.

Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, stehen das frühzeitige Erkennen, Isolieren und das konsequente Einhalten von Hygienemaßnahmen im Vordergrund.

Spezifische medizinische Untersuchungen auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV müssen nach Angaben des RKI durchgeführt werden bei:

  • Personen mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV
  • Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet
  • Diese Personen müssen mittels eines geeigneten labordiagnostischen Verfahrens abgeklärt und einer der vier Falldefinitionskategorien („Bestätigter Fall“, „Wahrscheinlicher Fall“, „Ungeklärter Fall“ oder „Ausgeschlossener Fall“) zugordnet werden.

 

"Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, können sich beim Auftreten von Krankheitszeichen wie Fieber, Husten und Atemnot, beratend an das zuständige Gesundheitsamt (Tel. 0721-93681940) oder – ebenfalls nur nach telefonischer Voranfrage – an ihren behandelnden Arzt wenden, der sich ggf. mit weiteren Kollegen austauschen wird. Eine Vorstellung in Ambulanzen etc. sollte ebenfalls grundsätzlich nur nach telefonischer Voranmeldung erfolgen", empfiehlt Kniehl.   Dies gilt auch für Menschen, die Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten.

Die Inkubationszeit kann nach aktuellen Erkenntnissen bis zu 14 Tagen dauern. Die Experten gehen momentan von einer Übertragung über Tröpfchen aus. Stößt ein Infizierter Tröpfchen beispielsweise durch Husten oder Niesen aus, besteht in einem Radius bis zu zwei Metern die Gefahr einer Ansteckung.

Für Einrichtungen des Gesundheitswesens gilt nach aktuellen Informationen des RKI:

Im Falle von Verdachtsfällen wird zunächst ein Vorgehen zur Prävention der Übertragung durch Tröpfchen empfohlen – hierzu gehören das Tragen eines mehrlagigen Mund-Nasen-Schutzes mit korrektem Sitz vom Patienten (sofern toleriert), die Unterbringung in einem Isolierzimmer möglichst mit Vorraum/Schleuse, wenn dies nicht möglich ist in einem Einzelzimmer mit eigener Nasszelle, und zusätzlich vom Personal die Verwendung von Schutzkleidung, Schutzbrille, mindestens FFP2-Masken als Atemschutz und Handschuhen neben der konsequenten Einhaltung der Basishygienemaßnahmen.

Handelt es sich um einen mittels Labordiagnostik bestätigen Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus werden Maßnahmen empfohlen gemäß den "Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Schwerem Akutem Respiratorischem Syndrom (SARS)".

Therapie

Die Behandlung erfolgt symptomatisch und orientiert sich an den Krankheitszeichen der Betroffenen.

Wie ist das Klinikum vorbereitet?

Im Klinikum Karlsruhe bestehen entsprechende Notfallpläne für die Versorgung von Patienten mit ansteckenden Infektionskrankheiten. Auf der Infektionsstation stehen hierfür 20 Betten zur Verfügung, deren Kapazität bei Bedarf noch erweitert werden kann.

Gibt es Verdachtsfälle im Klinikum?

(Stand 31.1. ) Aktuell sind Patienten mit Atemwegsinfektionen häufig und einige der Betroffenen sorgen sich, ob das neuartige Coronavirus die Ursache sein könnte. Seit einigen Tagen nimmt die Zahl nachgewiesener Influenza-Infektionen zu. Ein qualifizierter Verdacht auf das neuartige Coronavirus als Ursache lag bislang nicht vor.

Petra Geiger
Autor: Petra Geiger