Informationen zum Klinikbetrieb

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen haben wir für Patienten, Angehörige, Besucher und Mitarbeitende sowie Helfer und Spender Informationen rund um den Klinikbetrieb zusammengestellt.

 

Krankenbesuche sind im Städtischen Klinikum Karlsruhe ab dem 29. Oktober vorerst nicht mehr möglich.

Das Klinikum Karlsruhe setzt aufgrund der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Landkreis und der Stadt Karlsruhe erneut ein Besuchsverbot in Kraft. „Zum Schutz der Patientinnen und Patienten und unserer Mitarbeitenden sehen wir uns vor dem Hintergrund der weiter ansteigenden Corona-Fallzahlen dazu gezwungen, erneut ein Besuchsverbot im Klinikum zu verhängen“, erklärt der medizinische Geschäftsführer Prof. Michael Geißler. Ziel der einschneidenden Maßnahme ist es, dazu beizutragen, das Ansteckungsrisiko sowohl für Patienten, Besucher und Mitarbeiter einzudämmen.

„Wir sind uns bewusst, dass das für unsere Patienten und ihre Angehörigen ein drastischer Einschnitt ist“, unterstreicht der kaufmännische Geschäftsführer Markus Heming. Das Besuchsverbot gilt ab dem 29. Oktober auf unbestimmte Zeit. An allen Eingängen zu den Klinikgebäuden werden Schilder auf das Besuchsverbot hinweisen. Ausnahmen wird es in der aktuellen Situation zunächst nur in engem Rahmen nach vorheriger Absprache der zuständigen klinischen Fachabteilungen und Zustimmung des behandelnden Arztes geben, z.B. für Eltern minderjähriger Kinder, Partner bei einer Geburt und bei Sterbenden. „Auch wenn medizinische, soziale oder palliativmedizinische Gründe eine Ausnahme erfordern, können im Einzelfall Ausnahmen zugelassen werden.“

„Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus eindringlich um Verständnis und um strikte Einhaltung des Besuchsverbots“, so der abschließende Appel der beiden Geschäftsführer.

Spezielle Regelungen

Wegen des Besuchsverbots, das ab dem 29. Oktober gilt, dürfen die Angehörigen derzeit nicht zu den Patienten auf die Stationen. Damit Patienten und ihre Angehörigen dennoch persönliche Dinge austauschen können, wird ab dem 29. Oktober eine Übergabestelle für Patienteneigentum eingerichtet. Kleidung, Bücher, Zeitungen, Kosmetika und weitere Dinge des persönlichen Bedarfs können dort abgegeben werden. Zentrale Stelle ist das Veranstaltungszentrum im Haus R, wo bislang die Besucherregistrierung war. Täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr sind Mitarbeitende dort vor Ort und kümmern sich um die Annahme und Übergabe von Patienteneigentum.

Stand 29.10.2020 

  • 17 COVID-19-Patienten (Allgemeinstation)
  • 2 COVID-19-Patienten (Intensivstation nicht beatmet) 
  • 3 COVID-19-Patient (Intensivstation beatmet)
  • 95 entlassene Patienten 
  • 25 verstorbene Patienten 

Bitte schauen Sie sich die Patientenselbstauskunft zu SARS-CoV-2 schon frühzeitig 2 bis 3 Tage vor Ihrem Termin an und beantworten Sie die Fragen für sich wahrheitsgetreu.

Haben Sie zu diesem Zeitpunkt Symptome oder müssen Sie sonst eine der Fragen mit „JA“ beantworten, melden Sie sich bitte gleich telefonisch in der jeweiligen Abteilung und sagen den Termin ggf. ab, bzw. stimmen sich über das weitere Vorgehen mit den Mitarbeiter*innen ab.

Am Tag Ihres Termins bzw. Ihrer Aufnahme füllen Sie die Patientenselbstauskunft dann aus und bringen diese unterschrieben zur Anmeldung mit.

Hier gilt ebenfalls: Haben Sie zu diesem Zeitpunkt Symptome oder müssen Sie sonst eine der Fragen mit „JA“ beantworten, kommen Sie bitte nicht in die Klinik, sondern melden Sie sich gleich telefonisch in der jeweiligen Abteilung und sagen den Termin ab, bzw. stimmen sich über das weitere Vorgehen mit den Mitarbeiter*innen ab.

Ausgenommen von diesem Vorgehen sind akute Notfall-Behandlungen, die in unserer Zentralen Notaufnahme gesehen werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 Bitte beachten Sie die Maskenpflicht in den Gebäuden des Klinikums.

Grundsätzliches: Setzen Sie unter Einhaltung nachstehender Hinweise die Bedeckung möglichst schon zuhause vor dem Verlassen Ihrer Wohnung auf. Bei der Nutzung von Mund-Nase-Bedeckungen sind der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Menschen genauso wie Maßnahmen zur Händehygiene unbedingt weiter einzuhalten. Ausnahmen gelten nur bei Dienstleistungen mit unumgänglichem Kunden-Dienstleisterkontakt bei der die Abstandreglung nicht eingehalten werden kann.

Praktische Hinweise zur Handhabung des Mund-Nasen-Schutzes:

  • Vor dem Aufsetzen der Mund-Nase-Bedeckung Hände gründlich mit Seife reinigen (20-30 Sekunden).
  • Nur eine frische/saubere Bedeckung aufsetzen, richtig über Mund, Nase und Wangen platzieren. Auf enges Anliegen der Ränder achten, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung während des weiteren Tragens nicht berühren.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung zu keinem Zeitpunkt um den Hals tragen.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung möglichst erst zu Hause wieder absetzen. Für den Fall, dass die Bedeckung unterwegs abgesetzt werden muss und weitere Bedeckungen gebraucht werden, einzeln verpackte Bedeckungen mit sich führen.
  • Vor dem Absetzen der Bedeckung Hände gründlich mit Seife reinigen (20-30 Sekunden).
  • Nach dem Abnehmen die Mund-Nase-Bedeckung so aufbewahren, dass sie schnell trocknen kann, Berührungen zu anderen Oberflächen vermieden werden und die aufbewahrten Masken unzugänglich für Dritte sind. Sinnvoll ist es, die waschbare Mund-Nase-Bedeckung in einem waschbaren (gleiche Waschbedingung wie für Maske) Stoffbeutel abzulegen, ohne dass dessen Außenseite und Öffnung durch die Mund-Nase-Bedeckung berührt werden.
  • Nach dem Absetzen der Mund-Nase-Bedeckung mit den Händen keine Oberflächen berühren, Hände gründlich waschen (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
  • Die Masken im Beutel möglichst am Tag der Benutzung waschen.

Wann soll sich ein Mitarbeitender bei der Corona-Hotline 61888 melden?

[25.08.2020] Die Corona-Hotline des Klinikums steht für Fragen der Mitarbeitenden zum Umgang mit SARS-Cov2 zur Verfügung. Sie sollen sich hier insbesondere melden, wenn Sie:

  1. aus einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet zurückkommen,
  2. selbst Symptome einer Atemwegsinfektion, auch einer leichten Infektion der oberen Atemwege, haben oder
  3. Kontaktperson einer an SARS-Cov2-erkrankten Person (z.B. Mitbewohner*in) sind.
     

In allen diesen Fällen sollen Sie bis zur Klärung im Gespräch mit der Hotline zuhause bleiben!

Welche Mitarbeitende werden auf SARS-Cov2 untersucht?

[09.04.2020] Auch unsere Testkapazitäten sind beschränkt. Wir können Sie nur dann testen, wenn die Untersuchung zuvor von der Krankenhaushygiene bzw. der Corona-Hotline veranlasst wurde. Zur Abstrichentnahme stellen Sie sich in der Mitarbeiterambulanz der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene vor.

Die Untersuchung wird insbesondere angeordnet bei den Mitarbeitenden, die sich mit Symptomen gemeldet haben, sowie zur Aufarbeitung und Nachverfolgung von ungeschützten Kontakten zu Corona-positiven Patient*innen, Kolleg*innen oder Haushaltskontakten.

Informationen zu Reisen und Tätigkeitsverboten

[25.08.2020] Angesichts der aktuellen Entwicklungen informiert die Einsatzleitung des Städtischen Klinikums Karlsruhe die Mitarbeitenden zum aktuellen Vorgehen bei der Rückkehr aus einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet.

Wer aus einem Risikogebiet nach Baden-Württemberg einreist, muss seit dem 8. August spätestens 72 Stunden nach der Einreise einen verpflichtenden Corona-Test durchführen lassen. Darüber hinaus müssen sich die Reiserückkehrer nach der Einreise unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und sich nach Maßgabe des Gesundheitsamtes mindestens bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in eine „häusliche Quarantäne“ begeben.

Gesundheitsamt Karlsruhe: Telefon: 0721 - 93 68 19 40
Landesgesundheitsamt (Telefonhotline): Telefon: 0711 - 90 43 95 55

Wenn möglich, sollten sich Einreisende aus Risikogebieten bereits am Flughafen, an Häfen oder Bahnhöfen testen lassen. Sollte eine Testung dort nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte nach vorheriger telefonsicher Anmeldung an Ihren niedergelassenen Hausarzt oder an die von den kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren. Über die Terminservicestelle der kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 sind Informationen erhältlich, wo genau eine Testung erfolgen kann. Über die Internetseite coronakarte.kvbawue.de/ können ambulante Corona Versorgungs- und Testeinrichtungen der Kassenärztlichen Vereinigung in Baden-Württemberg abgerufen werden.

Für Mitarbeitende des Klinikums gilt nach der Rückkehr aus einem RKI-Risikogebiet primär ein Tätigkeitsverbot ab dem Zeitpunkt der Rückkehr – und zwar unabhängig von jeglichen Testbefunden oder Attesten, die außerhalb des Klinikums, beispielsweise an Flughäfen, erstellt wurden. Das gilt auch, wenn das Reiseziel erst während des Aufenthalts zum Risikogebiet erklärt wurde.

7 Tage nach Verlassen des Risikogebiets kann bei Symptomlosigkeit ein Wiederholungstest erfolgen. Dieser ist im Vorfeld mit der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene abzustimmen und zu terminieren. Fällt auch der Wiederholungstest negativ aus, ist eine Arbeitsaufnahme möglich.

Wir bitten Sie daher nach wie vor bei allen geplanten Auslandsreisen unbedingt vor dem Urlaub mit Ihrer Führungskraft zu klären, wie ein Tätigkeitsverbot nach Ihrer Reiserückkehr arbeitsrechtlich aus gestaltet werden kann. Denkbar sind Urlaub, Freizeitausgleich oder Freistellung unter Wegfall des Arbeitsentgelts. Sollten Sie ohne diese Vereinbarung in ein erklärtes Risikogebiet reisen, müssen wir leider auch disziplinar- oder arbeitsrechtliche Maßnahmen in Betracht ziehen.

Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen vor Ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz in einem Risikogebiet waren, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit dem zuständigen Sachbearbeiter in der Personalabteilung auf (Michaela Frenkle-Overhoff, -1420, oder Jürgen Ludwig, -1410), um das weitere Vorgehen vor Ihrer Arbeitsaufnahme zu klären. Das betrifft auch mögliche Ausnahmeregelungen sowie die Bedingungen der Freistellung.

Sollten Sie vor Wiederaufnahme der Tätigkeit Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme an sich erkannt, Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person gehabt haben oder ein Abstrich auf SARS-Cov2 bei Ihnen genommen worden sein, der einen positivem Nachweis ergeben hat oder dessen Ergebnis noch aussteht, nehmen Sie telefonisch unter 61888 unverzüglich Kontakt zur Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene auf.

Mitarbeitende, die sich bereits im Tätigkeitsverbot befinden, werden von der Personalabteilung kontaktiert.

[17.04.2020] Die Datenlage zu diesem Thema reicht derzeit noch nicht aus, um Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft abschließend zu beantworten. Nach Informationen der WHO gibt es jedoch kein erhöhtes Risiko bei Schwangeren für einen schweren Krankheitsverlauf. Ebenso gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Infektion während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann.

Bei Neugeborenen gibt es zudem keinen Nachweis dafür, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Möglich ist jedoch eine Infektion über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion.

Zu weiteren Informationen hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Hinweise und FAQ für Schwangere und Säuglinge erarbeitet.

[Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung]

[11.05.2020] Erkrankungen

In der Mehrzahl der heute vorliegenden Studien sind Kinder in andere Weise von SARS-CoV-2-Infektionen („neuartiges Coronavirus“, COVID-19) betroffen als Erwachsene. Möglicherweise stecken Kinder sich generell weniger leicht an, jedoch wurden möglicherweise einfach weniger Kinder mit leichten Symptome getestet. Sogar asymptomatische Krankheitsverläufe kommen bei Kindern nach ersten Studien relativ häufig vor. Schwere Verläufe sind selten und betreffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, einzelne Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 sind im Kindesalter beschrieben.

Erfreulicherweise sind bisher auch bei chronisch lungenkranken Kindern schwere Verläufe die Ausnahme. Dennoch empfiehlt es sich, bei Vorliegen einer chronischen Grundkrankheit (insbesondere Lunge, Herz und Immunsystem) oder bei Einnahme immunschwächender Medikamente auch bei Kindern (und ihren Familie) zumindest die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen auch in den nächsten Monaten konsequent einzuhalten.

Schulbetrieb

Zur Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung beitragen, bestehen die oben genannten Unwägbarkeiten. Da die Bildungseinrichtungen während den meisten Untersuchungen geschlossen waren, ist der heutige Sachstand nicht auf die Alltagssituation übertragbar. Als Klinik für Kinder- und Jugendliche befürworten wir aus pädiatrischer Sicht eine Normalisierung des Schulbetriebes. Allerdings müssen auch hier die empfohlenen Schutzmaßnahmen so lange wie nötig eingehalten werden.

Freizeit und Familie

Aufgrund der hohen Übertragbarkeit des Virus, dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander und dem häufigeren symptomlosen bzw. milden Verlauf erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden. Auch für Kinder und Jugendliche gelten die empfohlenen Maßnahmen, so sollten sie zu anderen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten. Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden.

[Quelle: Prof. Dr. Joachim Kühr (Klinikdirektor der Kinder- und Jugendmedizin)]

Die onkologischen Patienten werden auf speziellen Stationen behandelt und haben keinen Kontakt zu anderen Patienten. Alle Behandlungen, die medizinisch erforderlich sind, werden weiterhin uneingeschränkt durchgeführt. Wenn die Therapie bedenkenlos um einige Monate verschoben werden kann, wird dies gemacht. 

Nicht alle onkologischen Patienten zählen zur Hochrisikogruppe. Wer z.B. an einer chronischen Form von Krebs leidet und gut mit seiner Erkrankung lebt, hat nicht unbedingt ein erhöhtes Risiko. Im Einzelfall ist es aber sinnvoll, die Situation mit dem behandelnden Onkologen zu besprechen. Wichtig: Während und nach der Chemotherapie ist das Immunsystem geschwächt und der Patient somit generell anfälliger für Infektionen.
 
Allgemein unterscheiden sich die Vorsichtsmaßnahmen für Krebspatienten nicht wesentlich. Auch hier soll der 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen streng beachtet werden. Des Weiteren erhalten Patienten, die in die onkologische Ambulanz kommen, einen Mundschutz.

Sowohl die Palliativstation als auch der palliativmedizinische Konsiliardienst arbeiten weiter. Schwerkranke Menschen oder Menschen in der Sterbephase können mittels einer ärztlichen Einzelfallentscheidung eine Sondererlaubnis für Besuche erhalten.

[Quelle: Interview mit Prof. Martin Bentz, Klinikdirektor Medizinischen Klinik III]

Bisher steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Was Sie dennoch tun können: Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen Empfehlungen kann dazu beitragen.
 
[Quelle: Robert-Koch-Institut]

Was sind Allergien und wodurch werden sie ausgelöst? 
Allergien entstehen auf der Basis einer immunologischen Reaktion. Der Körper reagiert mit einer Immunantwort auf ein auslösendes Allergen. Das können z.B. Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel, auf die Haut aufgebrachte Substanzen wie z.B. Inhaltsstoffe von Kosmetika/Salben oder auch Arbeitsstoffe im Beruf wie Haarfärbemittel, Handschuhe, Kühlschmierstoffe und vieles anderes sein. Auch Medikamente können eine Allergie auslösen. Je nach Allergen und Beschaffenheit bzw. Aufnahme des Allergens entstehen Symptome an verschiedenen Organsystemen: Schleimhäute (Heuschnupfen, Asthma, Konjunktivitis u.a.), Magen-Darmschleimhaut (Durchfall, Erbrechen), Haut (Kontaktekzeme) 

Was sind die häufigsten Allergien und welche Symptome rufen sie hervor? 

  • Heuschnupfen: Laufende Nase, Augenjucken, Juckreiz im Mund/Rachen, Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Asthma: Husten, Auswurf, Luftnot
  • Kontaktekzem: Rötung und Schuppung der Haut, Einrisse der Haut, Streuung auf andere Hautareale außerhalb des Hautkontakts (z.B. Auch Ekzemherde an den Armen und am Körper bei einem allergischen Handekzem)
  • Insektengiftallergie: Anaphylaktischer Schock bis hin zum Tod


Welche Tiere und Pflanzen lösen die meisten Allergien aus? 
Hausstaubmilben, Insekten (Bienen und Wespen), Katzen, Gräser, Bäume und Sträucher, v.a. die Hasel und Birke, aber auch Schimmelpilze

Wie lassen sich Allergien behandeln? 
Der Hauptansatzpunkt bei der Behandlung von Allergien ist die Vermeidung eines Allergenkontakts (Allergenkarenz). So sollten beispielweise bei einer Erdnussallergie keine Erdnüsse und auch keine Spuren von Erdnüssen(!) mehr gegessen werden. Es kann zudem eine medikamentöse Behandlung mit z.B. Antihistaminika oder Kortison erfolgen. Beim anaphylaktischen Schock mit Adrenalin, Haut (Ekzem) erfolgt eine intensive Salben- und Phototherapie sowie eine spezifische Immuntherapie (die "Hyposensibilisierung"), insbesondere bei der Insektengiftallergie und dem Heuschnupfen

Hat die Zahl der Allergie-Fälle in den vergangenen zehn Jahren zu- oder abgenommen? 
Zunahme

Wie können Betroffene Allergie- und Corona-Symptome unterscheiden? 
Für die Corona-Infektion typisch ist die fieberhafte Erkältung zunächst der oberen Atemwege, mit Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen, gefolgt von Husten und Lungenbeschwerden, typisch für Allergien sind die verstopfte Nase mit Nasenlaufen, juckende, rote Augen und Reizhusten, Allergien führen in der Regel nicht zu Fieber

Welche Risiken ergeben sich für Allergie-Patienten durch Corona? 
Die Gefahr besteht, dass eine milde Corona-Infektion als Allergie missinterpretiert und dann verzögert diagnostiziert und behandelt wird. Patienten mit allergischem Asthma sind generell als Risikogruppe einzuordnen.

Was können Allergiker abgesehen von medikamentöser Behandlung tun? 
Allergene meiden, wo immer es geht, angefangen von Lüftungsgewohnheiten, abendlichem Duschen und Ablegen der Kleidung außerhalb des Schlafzimmers bei Pollenallergien, Hausstaubsanierung (Matratzen etc.) und Klimaveränderungen (z.B. Milben-freies Hochgebirge) bei Hausstaubmilbenallergikern oder das Meiden bestimmter Nahrungsmittel z.B. von Stein- und Kernobst bei Birkenpollenallergikern, Meiden des Allergens ist besonders auch bei Kontaktekzemen und Medikamentenallergien wichtig, bitte immer – wenn vorhanden – einen Allergiepass bei sich tragen!

[Auszug aus einem gemeinsamen Interview von Prof. Dr. Claus-Detlev Klemke (Direktor der Hautklinik) und Prof. Dr. Werner Heppt (Direktor der HNO-Klinik)]

Derzeit erreichen uns viele Angebote von Menschen, die uns mit ihrem persönlichen Einsatz in der Pflege oder anderen Bereichen des Klinikums unterstützen wollen. Die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung freut uns sehr!

Für Ihr Hilfsangebot haben wir die Hotline 0721 974 688 88 geschaltet. Sie ist Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie 13.30 bis 15 Uhr besetzt. Sie erreichen uns daneben rund um die Uhr per E-Mail.

Wollen Sie dem Klinikum und seinen Mitarbeitenden eine Sach- oder Geldspende zukommen lassen? Auf unserer Spendenseite finden Sie alle Details.

Im Namen der Beschäftigten und der Geschäftsführung bedanken wir uns bei allen Helfern und Spendern!