Die Sektion für Stammzelltransplantation und Zelltherapie am Städtischen Klinikum Karlsruhe ist gemeinsam mit der Abteilung für Transfusionsmedizin, Hämostaseologie und Zelltherapeutika für ihre herausragende Arbeit ausgezeichnet worden. Sie erfüllt die strengen JACIE-Standards der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) in Bezug auf Therapiequalität und Ausstattung.
„Unsere Patientinnen und Patienten haben entweder eine akute Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder andere bösartige Erkrankungen des Knochenmarks“, erklärt Sektionsleiter Prof. Dr. Mark Ringhoffer. „Zur Behandlung setzten wir neben den weiterentwickelten autologen und allogenen Stammzelltransplantationen auf hochmoderne Verfahren wie die CAR-T-Zell-Therapie, bei der gentechnologisch veränderte körpereigene T-Zellen zum Einsatz kommen.“ Bei der autologen Stammzelltransplantation bilden eigene Blutstammzellen, die vor einer Chemotherapie entnommen wurden, die Grundlage für die Therapie. Bei der allogenen Stammzelltransplantation spenden andere Menschen die Stammzellen.
Im Mai 2026 feierte die Stammzelltransplantation am Klinikum Karlsruhe ihren 30-jährigen Geburtstag: Damit bietet die Sektion auch im deutschlandweiten Vergleich eines der am längsten bestehenden Transplantationsprogramme. Jedes Jahr behandelt die Sektion 80 bis 90 Patientinnen und Patienten, Tendenz steigend. Die Zahl der bisher durchgeführten Behandlungen liegt bei mehr als 1.300.
Die JACIE-Standards sind international anerkannte Qualitätsrichtlinien für die Gewinnung, Bearbeitung und Verabreichung von Zellprodukten. Das erneute Erreichen der JACIE-Zertifizierung am Klinikum Karlsruhe bestätigt die kontinuierliche hohe Behandlungsqualität und damit auch die Minimierung von Risiken im gesamten Transplantationsprozess.