Das Bild zeigt Mitarbeitende des Ad-Hoc-Teams.

Der Job, der sich Ihrem Leben anpasst

Als Pflegekraft in unseren Ad-hoc-Teams können Sie Ihre Arbeitszeiten weitgehend selbst gestalten. Nach Absprache arbeiten Sie zu festen Zeiten, die zu Ihrer Lebenssituation passen. Wir suchen den Einsatzort für Sie.

Unsere Ad-hoc-Teams

Gewählte Zeit, flexibler Ort

Seit 2021 macht das Städtische Klinikum Karlsruhe Pflegekräften ein zusätzliches Angebot. In mittlerweile vier verschiedenen Springerpools (Ad-hoc-Teams) arbeiten sie zu vereinbarten Zeiten an unterschiedlichen Einsatzorten und unterstützen die Stationen individuell vor Ort.

Pflegedienstleiter Tim Wirth erklärt im Interview, was hinter den Ad-hoc-Teams steckt.

Herr Wirth, was bedeutet Ad-hoc-Team?

Übersetzt bedeutet Ad hoc „aus dem Augenblick heraus“. Damit meinen wir, dass die Mitglieder des Ad-hoc-Teams mit uns zusammen festlegen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten sie zum Einsatz kommen. Eingesetzt werden sie dann aber kurzfristig auf einer Station, auf der es zu einem krankheitsbedingten Personalausfall kommt, der nicht kompensiert werden kann.

Welche Vorteile hat diese neue Form des Einsatzes für die Pflegekräfte?

Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten nach einem individuellen Dienstplan, der sich stark an ihren Bedürfnissen orientiert. Viele Wünsche zur Lage der Schichten sowie der Einsatzzeiten können realisiert werden. Dazu kommt, dass die vereinbarten Zeiten langfristig verbindlich sind, was Planungssicherheit schafft.

Wunschschichten und Wunschtage – Wie kann das funktionieren?

In den Ad-hoc-Teams müssen wir keinen festen Besetzungen „24/7" sicherstellen. Das ermöglicht es uns, bezüglich der Arbeitszeiten sehr flexibel zu agieren. Um den zu den angebotenen Zeiten passenden Einsatzort kümmern wir uns.

Wieso stehen die Stationen erst kurzfristig fest?

Die Mitarbeitenden der Ad-hoc-Teams vertreten krankheitsbedingt ausgefallene Stammpflegefachkräfte. Deshalb wird die jeweilige Einsatzstation kurzfristig festgesetzt und kann täglich wechseln. Das bringt den Vorteil, in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig zu werden, die Vielfalt des Berufs kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln.

Kommt der einzelne Beschäftige in allen Bereichen zum Einsatz?

Nein. Wir haben verschiedene  Ad-hoc-Teams aufgebaut: Die Psychiatrie, die Kinderklinik, die Intensivstationen und die somatischen Erwachsenenstationen haben jeweils eigene Teams, die nur in den jeweiligen Bereichen zum Einsatz kommen. Wer Teil des Ad-hoc-Teams Allgemein ist, kann zwischen den Schwerpunkten „konservativ“ oder „schneidend“ wählen.

Was bedeuten die Ad-hoc-Teams für die Pflege im Klinikum Karlsruhe?

Die Ad-hoc-Teams decken einen großen Teil des Ausfallersatzes auf unseren Stationen ab. Das „Holen-aus-dem-Frei“ wurde dadurch für die Stationsteams deutlich verringert, womit wir ein wichtiges Ziel erreicht haben. Auf der anderen Seite wären Mitarbeitende, die aufgrund unserer Möglichkeiten bei der Arbeitsplatzgestaltung zu uns gekommen sind, möglicherweise nicht mehr in der Pflege tätig. Somit sind die Ad-hoc-Teams ein wichtiges Element zur Fachkräftegewinnung und zur Bindung von Mitarbeitenden. 

Wer lange aus dem Job ist, fühlt sich vielleicht unsicher – gerade wenn so viele verschiedene Einsatzbereiche abgedeckt werden müssen. Wie gehen Sie damit um?

Wir passen die Einarbeitungszeiten dem Bedarf der Mitglieder im Ad-hoc-Team an. Wer lange „draußen“ war und das Haus nicht kennt wird selbstverständlich anders eingearbeitet als Kolleginnen und Kollegen, die direkt von ihrer Station in das Ad-hoc-Team wechseln.

Dazu kommt, dass die Beschäftigten in den Ad-hoc-Teams bei der Vielzahl von Bereichen mehr „Generalisten“ als „Spezialisten“ sind. Die Stationen berücksichtigen das beim Einsatz von Ad-hoc-Kräften.