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Cyberangriff auf externen Dienstleister betrifft auch Patientinnen und Patienten des Klinikums Karlsruhe

Bei einem Cyberangriff auf einen externen Abrechnungsdienstleister für Krankenhäuser wurden auch Daten von rund 4100 Patientinnen und Patienten des Klinikums Karlsruhe entwendet. Ein direkter Zugriff auf die IT-Systeme des Klinikums war aufgrund des hauseigenen Sicherheitskonzeptes nicht möglich.

Das Klinikum Karlsruhe informiert über einen Datenschutzvorfall bei einem externen Unternehmen, das Abrechnungsleistungen für privatversicherte, zusatzversicherte sowie selbstzahlende Patientinnen und Patienten erbringt. Nach derzeitigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter unbefugt Zugang zu den beim Dienstleister gespeicherten Daten. Der Angriff richtete sich ausschließlich gegen den externen Dienstleister. Auf die IT-Systeme des Klinikums Karlsruhe konnten die Hacker aufgrund der bestehenden umfangreichen Sicherheitssysteme nicht zugreifen.

Wie dem Klinikum am heutigen Freitag von dem Dienstleister mitgeteilt wurde, sind von dem Cyberangriff auch Daten von rund 4100 Patientinnen und Patienten am Klinikum Karlsruhe betroffen: Entwendet wurden dabei Stammdaten wie Name, Adresse und Geburtsdatum. In rund 1100 Fällen waren auch Gesundheitsdaten betroffen. Bei vier Patientinnen und Patienten war auch die IBAN-Nummer betroffen. 

Das Klinikum Karlsruhe wird alle Patientinnen und Patienten, deren Gesundheits- oder Finanzdaten betroffen sind, in den nächsten Tagen persönlich per Post kontaktieren. 

Das Klinikum wird zudem eine eigene E-Mail-Kontaktstelle zu dem Vorfall einrichten.

„Der Schutz sensibler Gesundheitsdaten und der Schutz vor Cyberangriffen hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall sehr und nehmen den Angriff äußerst ernst. Wir erwarten eine vollständige Aufklärung durch den betroffenen Dienstleister“, teilt die Geschäftsführung des Klinikums mit. Dazu gehört insbesondere die transparente Aufarbeitung, wie es zu dem Angriff kommen konnte und welche konkreten Maßnahmen zur weiteren Absicherung ergriffen werden. Das Klinikum Karlsruhe steht hierzu in engem Austausch mit dem Unternehmen sowie den zuständigen Behörden. 

Die medizinische Versorgung im Klinikum Karlsruhe läuft weiterhin uneingeschränkt weiter. Das Klinikum wird fortlaufend über neue Erkenntnisse informieren.