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Klinikum Karlsruhe übt Einsatz im Katastrophenfall – Simulation eines Großbrands mit Verletzten in Heizzentrale

Ein Feuer, viele Verletzte – um im Krisenfall eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Patientinnen und Patienten versorgen zu können, brauchen Krankenhäuser besondere Abläufe. Damit diese im Ernstfall reibungslos funktionieren, werden solche Szenarien am Klinikum Karlsruhe regelmäßig geübt. Am Wochenende waren dafür Mitarbeitende des Klinikums, Rettungsdienste, Feuerwehren und auch Statisten im Einsatz.

Das Szenario, das am Samstag am Klinikum Karlsruhe geübt wurde, hatte es in sich: eine Explosion in einer Heizzentrale, ein Großbrand, Schwerverletzte und Brandopfer, die kritisch oder sogar lebensbedrohlich verletzt waren. Um für Einsatzlagen in Katastrophenfällen gerüstet zu sein, proben die verschiedenen Bereiche am Klinikum Karlsruhe jährlich in der „Woche des Katastrophenschutzes“ den Ernstfall. Im Zentrum steht dabei eine groß angelegte Übung, an der auch haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehr teilnehmen. In diesem Jahr probten rund 70 Mitarbeitende des Klinikums zusammen mit mehr als 50 Einsatzkräften der Feuerwehren und rund 40 Kräften der Rettungsdienste einen sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV). 

Im Vorfeld wurden dafür rund 50 Statisten rekrutiert, die die Verletzten darstellen sollten. Um die Brandopfer für die medizinische Ersteinschätzung durch die ärztlichen und pflegerischen Einsatzkräfte realistisch aussehen zu lassen, wurden die Freiwilligen bereits am Morgen geschminkt und mit vorbereiteten Kostümen wie zerrissener Kleidung ausgestattet. 

Im Dezember 2025 hat das Land Baden-Württemberg einen Rahmenplan für die Krankenhausalarm- und Einsatzpläne veröffentlicht, den das Klinikum Karlsruhe bereits für das hauseigene Konzept umgesetzt hat. „Im Katastrophenfall übernimmt das Städtische Klinikum Karlsruhe eine maßgebliche Rolle bei der Koordination der Lage und der Notfallversorgung in der Region. Dass es jährlich eine große Übung mit so vielen Einsatzkräften aus dem Klinikum, den Feuerwehren und den Rettungsdiensten gibt, zeigt, wie ernst alle Beteiligten die Aufgabe des Katastrophenschutzes für die Stadt und die Region Karlsruhe nehmen“, betont Bettina Lisbach, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums.

„Der Ernstfall kann sich zu jeder Tag- und Nachtzeit ereignen. Dann müssen alle Bereiche ineinandergreifen und die Abläufe funktionieren. Unsere Übungen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Krankenhausalarm- und Einsatzplanes“, sagt Dr. Björn Bergau, Ärztlicher Leiter des Integrierten Notfallzentrums (INZ) und Sprecher der Kommission Katastrophenschutz am Klinikum Karlsruhe. „Wir möchten, dass die Kolleginnen und Kollegen soweit wie möglich Routinen in solchen Ausnahmesituationen aufbauen können. Gleichzeitig bieten uns diese Übungen die Möglichkeit zu prüfen, wo wir unsere vorhandenen Strukturen und Abläufe noch optimieren können“, so Dr. Bergau.

Hintergrundinformationen:

Szenario:

Im Haus G (Heizzentrale) des Städtischen Klinikums bricht durch eine Verpuffung ein Brand aus. Zum Zeitpunkt der Verpuffung waren gerade mehrere Besuchergruppen in dem Gebäude mit hauseigenen Technikerinnen und Technikern unterwegs. Die Flammen schlagen in die Heizzentrale. Mitarbeitende des technischen Dienstes sowie ärztliches und pflegerisches Personal eilen aus der benachbarten Kantine herbei und versuchen, die Verletzten aus dem brennenden Gebäude zu retten und den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Aufgrund des starken Rauchs müssen sie weitere Rettungsversuche abbrechen. Von Seiten der Klinik werden Reanimationsteams und andere Hilfskräfte sowie die Klinikleitung alarmiert.

Beteiligte an Übungsszenario:

  • Rund 70 Mitarbeitende des Klinikums Karlsruhe, unter anderem aus den Bereichen ärztlicher Dienst, Pflege, Geschäftsbereich Infrastruktur

  • Übungsleitung/ Übungsbeobachtende: ca. 20 

  • Ca. 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Karlsruhe und der freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe

  • Ca. 40 Einsatzkräfte der Rettungsdienste