Schilddrüsenchirurgie

Klinik für Allgemein- und Visceralchirugie

Telefonnummer 0721 974-2101
Faxnummer
0721 974-2119
E-Mail-Adresse
Klinikgebäude Haus C, Moltkestraße 90

Schilddrüsenchirurgie

Bei etwa 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland findet sich eine vergrößerte Schilddrüse. Schilddrüsenoperationen zählen daher zu den häufigsten Eingriffen überhaupt. Als Klinik der Maximalversorgung stehen der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie sämtliche diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen zur Verfügung. Damit unsere Patienten optimal versorgt werden legen wir großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vor und nach der Operation, insbesondere mit der Klinik für Nuklearmedizin (Prof. Dr. Klaus Tatsch).

Krankheitsbilder

  • Der einfache Kropf (Struma) mit normaler (euthyreoter) Hormonproduktion
  • Der knotige Kropf (Struma nodosa) mit überschießender (hyperthyreoter)
    Hormonproduktion
  • Die Basedow’sche Krankheit (Morbus Basedow), eine Autoimmunerkrankung mit
    Schilddrüsenüberfunktion
  • Der Schilddrüsenkrebs (verschiedene Formen)
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)

Diagnostik und Therapie

Im Rahmen der Diagnostik führen wir in der Regel eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sowie eine Blutentnahme zur Überprüfung der Schilddrüsenhormone durch. Falls erforderlich werden die Untersuchungen durch eine Feinnadelaspiration und/oder Szintigrafie sowie ein MRT ergänzt. Die geplante Operationsmethode, das Resektionsausmass (totale, halbseitige oder subtotale Entfernung) sowie das individuelle Operationsrisiko - auch im Hinblick auf eine selten auftretende Stimmbandschädigung und Störung des Kalziumhaushaltes - werden entsprechend den Befunden gemeinsam mit dem Patienten festgelegt.

Sämtliche Schilddrüsenoperationen werden in Vollnarkose durchgeführt. Bei geeigneten Befunden gehen wir minimalinvasiv vor, d. h. mit kleinen Schnitten. Zur Darstellung und Schonung des Stimmbandnervs verwenden wir in unserer Klinik regelhaft das sog. „Neuromonitoring“. Dabei wird mit einer Sonde die intakte Funktion der Nerven direkt während der Operation durch elektrische Reizung überprüft. Um eine Störung des Kalziumhaushaltes zu vermeiden werden vor der Resektion des Schilddrüsengewebes die Nebenschilddrüsen lokalisiert. Nach der Operation kann der Patient das Krankenhaus in der Regel 2 - 3 Tage später verlassen.

Nachsorge

Zur Nachsorge werden alle von uns operierten Patienten sechs Monate nach einer Schilddrüsenoperation in unserer Schilddrüsensprechstunde nochmals gesehen und kontrolliert.