Was ist eine Harnleitermündungsstenose?
Bei der Harnleitermündungsstenose (Primär obstruktiver Megaureter) ist die Mündung des Harnleiters in die Harnblase verengt und es kommt zu einem Rückstau von Urin in die Nieren. Auch dieses Krankheitsbild ist angeboren. In der Regel bestehen keinerlei Symptome, Harnwegsinfekte sind hier untypisch.
Häufig wurde schon während der Schwangerschaft eine Nierenbecken-Erweiterung (sog. Hydronephrose) im Ultraschall gesehen, manchmal fällt diese Veränderung der Nieren aber auch erst im Rahmen eines orientierenden Ultraschalls bei ihrem Kinderarzt auf.
Therapie
Ähnlich wie beim vesikoureteralem Reflux, kann es hier innerhalb der ersten 12 bis 18 Lebensmonate zu einer spontanen Besserung des Befundes kommen. Bei starkem Urin-Rückstau mit höhergradiger Nierenbecken-Erweiterung sind aber regelmäßige, meist drei-monatliche Kontrollen erforderlich, da durch den Druck des Rückstaus im schlimmsten Fall auch Funktionsverluste der Nieren resultieren können.
Wenn sich die Hydronephrose in den Kontrollen nicht zurückbildet, oder in einer Nierenszintigrafie festgestellt wird, dass die Funktion der betroffenen Niere durch den Rückstau bereits relevant beeinträchtigt ist, ist eine Operation im Sinne einer Harnleiterneueinpflanzung erforderlich.