Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie
Unser Leistungsspektrum in der Kinderorthopädie am Klinikum Karlsruhe
Die Kinderorthopädie umfasst angeborene und erworbene Krankheiten und Fehlbildungen von Skelett, Muskeln und Sehnen. Der überwiegende Anteil der Behandlung ist konservativ (Gips, manuelle Therapie, Krankengymnastik). Die operative Behandlung unterstützt die konservative Therapie. Auf die Nachbehandlung und Langzeitbetreuung der Patienten bis zum Wachstumsabschluss wird großen Wert gelegt.
Hände und Füße
Einen großen Anteil machen Fußfehlbildungen aus (Klumpfuß, Hackenfuß, Zehenfehlbildungen und -fehlstellungen). Ein besonderes Augenmerk gilt dem Klumpfuß, der heute vor allem nach dem Ponseti-Konzept behandelt wird.
Unter den Fehlbildungen der Hände sind Kinder mit Schnürfurchensyndrom, mit angeborenen häutigen Fingerverwachsungen (Syndaktylie) und mit Daumenfehlbildungen (z.B. Daumendopplung) zu erwähnen.
Hüfte und Wirbelsäule
Durch die routinemäßige Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte werden Hüftentwicklungsprobleme heute früh erkannt und konservativ (mit der Spreizhose) oder operativ (offene Hüfteinrichtung, Pfannendachplastik) gezielt behandelt. Erworbene Erkrankungen wie der M. Perthes und die Hüftkopflösung (Epiphyseolysis capitis femoris) spielen eine große Rolle und bedürfen im Einzelfall komplexer Korrekturoperationen an der Hüfte und/oder dem Becken.
Wirbelsäulenprobleme haben im Kindesalter zugenommen. Durch eine frühe Erkennung von Fehlstellungen der Wirbelsäule im Wachstum (Skoliose, Kyphose) kann konsequent behandelt und manche aufwändige operative Korrektur vermieden werden.
Fehlwachstum führt zu Fehlstellung und/oder Längendifferenz. Verlängerungen und Achskorrekturen langer Röhrenknochen über die sogenannte Kallusdistraktion werden eingesetzt und machen langjährige Hilfsmittelversorgungen entbehrlich.
Tumoren
Viele gutartige Knochentumoren werden beraten, beobachtet, ggf. auch operativ beseitigt, v.a. wenn sie Beschwerden machen oder das Wachstum stören. Die Behandlung von bösartigen Knochentumoren macht heute die Kenntnis moderner, zum Teil wachsender Endoprothesensysteme erforderlich. Wir betreuen diese Kinder zusammen mit der Kinderonkologie.
Ihre Ansprechperson
- Dr. Astrid Schulze