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Klinikum Karlsruhe etabliert fachübergreifendes Neuro-Zentrum zur Optimierung der Versorgungsqualität bei neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen

Spezialisten verschiedener Fachrichtungen bieten Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen wie Schlaganfall oder Hirntumoren hochspezialisierte und interdisziplinäre Versorgung auf Basis etablierter Standards und passgenauer Behandlungsabläufe

Schlaganfall, Hirnblutungen, entzündliche und immunologische Erkrankungen des Nervensystems, aber auch Erkrankungen und Verletzungen am zentralen und peripheren Nervensystem – am Städtischen Klinikum Karlsruhe erhalten Patientinnen und Patienten mit komplexen neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen eine individuelle Behandlung auf neuestem medizinischem Stand. Um die Kompetenzen der Klinik für Neurologie, der Klinik für Neurochirurgie und der eigenständigen Sektion Neuroradiologie noch besser zu verzahnen, bündelt das Klinikum Karlsruhe deren Kompetenzen in einem fachübergreifenden Neuro-Zentrum.

Auch wenn die Corona-Pandemie das Klinikum und seine Mitarbeitenden stark fordert, schreitet die strategische Weiterentwicklung des Krankenhauses der Maximalversorgung voran. Mit Wirkung zum 1.1.2021 wurde das Karlsruher Neuro-Zentrum (KaNeZ) als gemeinsames Kompetenzzentrum der Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie sowie der Sektion Neuroradiologie gegründet. Ziel ist eine punktgenaue, interdisziplinäre Behandlung von Erkrankungen wie Schlaganfall oder Hirntumoren.

„Das KaNeZ soll das Kompetenzzentrum für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen sein“, hebt Prof. Georg Gahn, Direktor der Neurologischen Klinik und Sprecher des KaNeZ, hervor. „In den Neuro-Fächern ist eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie inzwischen Standard: Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie müssen Hand in Hand arbeiten, um komplexe neurologische Krankheitsbilder wie den Schlaganfall, Hirnblutungen, Rückenmarksschäden oder Hirntumoren optimal behandeln zu können. Das passiert oft unter größtem Zeitdruck – Stichwort: ‚Zeitfenster‘!“ Die Konzentration der Neuro-Fächer in einem Zentrum mit gemeinsamen organisatorischen Strukturen, kurzen Wegen sowie einheitlichen Kommunikations- und Behandlungsstandards ist daher für eine optimale Versorgung dieser Patientinnen und Patienten unerlässlich. „Die bei uns im KaNeZ entwickelten Behandlungsstandards werden wir auch in den Kooperationskrankenhäusern der Akuten regionalen telemedizinischen Versorgungskette Karlsruhe, kurz Stroke-ARTEV, zur flächendeckenden Versorgung von Schlaganfallpatienten nutzen.“

In der Neurologischen Klinik des Klinikums Karlsruhe werden vor allem Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall, Hirnblutungen, und mit entzündlichen und immunologischen Erkrankungen des Nervensystems behandelt. Das Leistungsspektrum der Neurochirurgischen Klinik umfasst alle operativen Therapieansätze neurochirurgisch behandelbarer Erkrankungen und Verletzungen am zentralen und peripheren Nervensystem. In der eigenständigen Sektion Neuroradiologie stehen modernste bildgebende Verfahren für Hirn, Rückenmark, Muskeln und Nerven zur Verfügung (CT und MRT). Rund um die Uhr können Katheter-Behandlungen („Hirnkatheter“) durchgeführt werden, um verschlossene Hirngefäße wieder zu eröffnen oder Blutungen zu stillen.

Insbesondere Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Blutgefäßsystems von Gehirn und Rückenmark sowie neuro-onkologischen Erkrankungen werden im KaNeZ nach anerkannten Leitlinien, internationalen Behandlungsstandards und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf Top-Niveau behandelt. „Dieses Zentrum hat ein überregionales Alleinstellungsmerkmal und damit optimieren wir die Versorgung der Patientinnen und Patienten fächer- und strukturübergreifend“, erklärt Prof. Michael Geißler, Medizinischer Geschäftsführer am Klinikum. „Mit der Stroke-ARTEV können wir an ein bereits gut funktionierendes Netzwerk andocken.“

Das überregional tätige, hochspezialisierte KaNeZ bedeutet für das Klinikum Karlsruhe medizinisch wie strategisch eine wichtige Weichenstellung. „Die für die komplexen interdisziplinären Behandlungen erforderliche Infrastruktur können wir mit der bevorstehenden Inbetriebnahme von Haus M in Kürze zur Verfügung stellen“, betont Markus Heming, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums.

Die hochkompetente interdisziplinäre Zusammenarbeit im KaNeZ ermöglicht die Konzentration schwerstkranker neurologischer und neurochirurgischer Patientinnen und  Patienten am Klinikum Karlsruhe mit allen Möglichkeiten eines Krankenhauses der Maximalversorgung.

Autor: Oliver Stilz