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Pop-Up-Bar am Wasserturm spendet an FUoKK

Erlöse kommen Kindern der Regenbogen-Station des Städtischen Klinikums zugute

 Zunächst zur Verdeutlichung: Hinter dem Hauptbahnhof wurde 1913, als der Hauptbahnhof von der Kriegsstraße an den heutigen Standort verlegt wurde, an der Fautenbruchstraße der "Wasserturm" errichtet. Er ist 39,20 Meter hoch und hat am Sockel einen Durchmesser von 8,50 Meter. In seinem Inneren befindet sich ein Wasserbehälter von zehn Meter Höhe, der rund 700 m³ Wasser fasst. Früher wurden damit die Dampflokomotiven mit Wasser versorgt und später, nachdem die Dampfloks nicht mehr im Einsatz waren, die Schrebergärten bewässert. Es gab zwischenzeitlich verschiedene Umnutzungsüberlegungen. Im Rahmen
eines Projektes wurde am 23. und 30. Juni, sowie 7. und 8. Juli 2017 für 4 Abende eine Pop-up Bar am Wasserturm eingerichtet und betrieben.
Dazu haben die Projektveranwortlichen folgenden Bericht verfaßt:
Eine Gruppe junger Leute, die sich über die Arbeit bei den Stadtwerken Karlsruhe kennengelernt hat, verwandelte den alten Wasserturm in der Fautenbruchstraße für vier Sommerabende zu einer Pop-Up-Bar. Gestartet mit viel Engagement und Ideen, was man so alles brauchen könnte, gab es bis hin zur endgültigen Konzeption, dem Business-Plan, der Gründung einer Gesellschaft und vielen Genehmigungen, einiges zu tun. Und es hat sich gelohnt: Durch den Verkauf von Getränken und kleinen Snacks kamen 11.500 Euro zusammen. Das Geld kommt dem Förderverein zur Unterstützung der Onkologischen Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe e.V. (FUoKK) zugute. Der Geschäftsführer der KA Wasserturm UG, Marcel Böttner, übergab den Scheck an Admira Knoll, Vorstandsvorsitzende von FUoKK.
„Mit der Spende können wir eine neue Sonde für die Doppelsonographie anschaffen. Damit können genauere Untersuchungen bei Sichelzellpatienten durchgeführt werden und so das Risiko von Schlaganfällen minimiert werden, so Admira Knoll vom Förderverein.
„Wir freuen uns wirklich sehr über den Erfolg der Bar und dass wir dem Verein FUoKK so eine hohe Summe zukommen lassen können. Das ist ein Betrag, mit dem wir nicht gerechnet hätten", erzählt Marcel Böttner vom Projektteam. „Das Team WasserturmBar kann wirklich stolz darauf sein, was sie gemeinsam erreicht haben", so Lars F. Ziegenbein, der die Gruppe von Anfang an als Mentor begleitet und unterstützt hat.
Bei der Scheckübergabe waren nahezu alle Projektmitwirkende im großen Seminarraum der Kinderklinik zusammengekommen und haben Details ihrer Projektarbeit vorgestellt. Von Seiten des FUoKK und der Kinderklinik waren vertreten Admira KNOLL (Vorstandsvorsitzende FUoKK) und Heiko SCHÖPPLER (Repräsentant FUoKK), Axel SCHÜTTE und Peter KNOLL (Vorstände FUoKK Stiftung), OA Dr. Alfred LEIPOLD (Ltd.Stationsarzt) und Frau Dr. Ziegenbein, AIP der onkologischen Abeilung S 24. Herrn Dipl. Ing. Markus HEMMING (GF Städt. Klinikum) stieß später zu der Gruppe.
Bezüglich der Spendenverwendung gab Herr OA Dr. LEIPOLD nähere Erläuterungen: Die Doppler-Sonographie (kurz “Doppler”) ist eine mit Ultraschallwellen arbeitende Methode zur Untersuchung der Blutströmung. Aus der Bewegung der Blutzellen, die sich auf den Schallkopf zu bewegen, resultiert eine Frequenzerhöhung, bei umgekehrter Fließrichtung (vom Schallkopf weg), nimmt die Frequenz ab.
Zur Untersuchung wird außen auf die Haut schräg in Verlaufsrichtung eines Blutgefäßes die etwa bleistiftgroße Doppler-Sonde gehalten, die einen Ultraschallstrahl konstanter Frequenz aussendet. Dieser wird von den im Blutgefäß fließenden Blutzellen teilweise reflektiert. Das „Echo“ wird von der gleichen Sonde empfangen. Die Frequenzdifferenz zwischen Sende- und Empfangssignal wird durch spezielle Techniken hörbar oder sichtbar gemacht.
Das Doppler-Verfahren ermöglicht mehrere klinische Anwendungen (z.B. genaue Untersuchungen bei Sichelzellpatienten).  Die Durchgängigkeit von Blutgefäßen kann abgeklärt werden (z. B. bei Verdacht auf eine Verengung der Halsschlagader).  Auch die Blutdruckmessung an Extremitäten ist mit der Doppler-Sonographie dann noch möglich, wenn der Puls mit dem Finger oder Stethoskop nicht mehr zu erfassen ist. Anstelle des Stethoskops wird die viel empfindlichere Doppler-Sonde auf die Arterie gesetzt. Übersteigt der Druck in der Manschette den arteriellen Blutdruck, so verschwindet das von der Sonde erzeugte pulssynchrone Signal.
So konnte jeder die Bedeutung dieser Investition für unsere onkologische Station erkennen und danach beruhigt feststellen, das Spendengeld an der richtigen Stelle eingesetzt zu haben.
Die vertreter von FUoKK ev (Admira KNOLL und Heiko Schöppler) gaben Einblicke in die vielfältigen Förderprojekte und Axel SCHÜTTE und Peter KNOLL berichteten aus der Aufgabenstellung der 2003 errichteten FUoKK Stiftung, die zum Ziel hat Personalprojekte finanziell langfristig abzusichern. So ergab sich für die Spender ein abgerundetes Bild über die FUoKK Organisation.

Autor: Marcel Böttner