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Auf dem Weg zu einer integrativen Palliativmedizin

Dr. Thomas Breitkreuz zeigt beim Palliativmedizinischen Kolloquium am Klinikum Karlsruhe auf, welchen Beitrag die Komplementärmedizin in der Palliativversorgung leistet.

Aus Sicht von Thomas Breitkreuz, ärztlicher Direktor der Filderklinik in Filderstadt Bonlanden, stellt die integrative Palliativmedizin eine sinnvolle und patientenzentrierte Verbindung von konventionellen und komplementären Behandlungsmethoden dar. Dabei hebt er hervor: „Statt des „Entweder-Oder“ geht es heute um zukunftsorientierte Modelle eines „Sowohl-als-auch“.

Seiner Einschätzung zufolge sind komplementärmedizinische Behandlungsangebote im Rahmen der palliativmedizinischen Versorgung besonders sinnvoll, wo die Verbesserung der Lebensqualität und die Linderung von Symptomen wie Übelkeit, Schmerzen oder Appetitlosigkeit im Vordergrund stehen. Dabei kommen für Breitkreuz neben Medikamenten vor allem auch pflegerische Anwendungen, manuelle Behandlungsformen und Therapieverfahren aus dem weiten Feld der Mind-Body-Medizin zum Tragen.

In der modernen integrativen Palliativversorgung werden symptom- und patientenorientierte Methoden aus unterschiedlichen Traditionen genutzt, etwa der europäischen Naturheilkunde und Ordnungstherapie, der Anthroposophischen Medizin oder der Akupunktur und chinesischen Medizin. Darüber hinaus spielen meditative Verfahren aus dem Umkreis der MBSR (mindfulness based stress reduction) eine immer größere Rolle, ebenso wie Kunst- und Musiktherapie.

Im Rahmen seines Vortrags beim palliativmedizinischen Forum konzentriert sich der Palliativmediziner auf praktische Beispiele, gibt Einblicke in die aktuelle Forschung und berichtet von Modellen der Umsetzung im In- und Ausland.

Das Kolloquium findet am 20. Mai um 19 Uhr im Hörsaal von Haus D des Städtischen Klinikums Karlsruhe in der Moltkestraße statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Angesprochen sind alle, die sich professionell mit Palliativmedizin befassen sowie interessierte Laien und Betroffene. Wegen der Baumaßnahmen im Klinikum wird der Zugang über die Franz-Lust-Straße empfohlen.

Petra Geiger
Autor: Petra Geiger