Presse

Lagebericht aus dem Klinikum

Einschätzung am 09.07.2021

Themenschwerpunkte

  • Einschätzung zur Lage bundesweit
  • Einschätzung zur Lage in der Region
  • Aktuelle Situation im Klinikum Karlsruhe
     

Einschätzung zur Lage bundesweit

Insbesondere wegen der Verbreitung von einigen besorgniserregenden SARS-CoV-2 Varianten sowie der noch nicht ausreichend hohen Impfquote stuft das Robert-Koch-Institut die Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland durch das Coronavirus weiterhin als hoch ein. Der Anteil der Delta-Variante steigt in Deutschland schnell und lag laut RKI in KW 25 bereits bei ca. 59 Prozent.

Auch bei Infektionen mit der Delta-Variante bestehe nach vollständiger Impfung ein hoher Schutz gegen Erkrankungen und schwere Verläufe, bei einer unvollständigen Impfserie (1 Dosis) sei jedoch eine deutlich verringerte Wirksamkeit gegen die Delta-Variante nachgewiesen worden. Insgesamt haben inzwischen knapp 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung gegen COVID-19 bekommen. Knapp 41 Prozent wurden bereits vollständig gegen COVID-19 geimpft.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist in den vergangenen Tagen nicht weiter gesunken und liegt laut RKI aktuell bei 5,5. Das RKI beobachtet ein diffuses Ansteckungsgeschehen mit Häufungen in privaten Haushalten, im beruflichen Umfeld sowie in Kitas und Horteinrichtungen. Der bundesweite 7-Tage-R-Wert ist in der vergangenen Woche wieder über 1 gestiegen. Am 9.7. hat das RKI insgesamt 949 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der gemeldeten neuen Todesfälle in Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung liegt bei 49.

Das RKI rät unverändert, dass alle Menschen ihr Infektionsrisiko entsprechend der bekannten Empfehlungen (AHA + L) minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung eine Testung vornehmen lassen und zuhause bleiben. Angebote für eine Impfung gegen COVID-19 sollten wahrgenommen werden.

Einschätzung der Lage in der Region

Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch bekannt gemacht, dass die 7-Tage-Inzidenz für den Stadtkreis Karlsruhe fünf Tage in Folge über 10 lag. Nach der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg fällt das Stadtgebiet damit in den Inzidenzbereich 10 – 35 und es gilt seit Donnerstag, 8. Juli, die Inzidenzstufe 2. Dies bedeutet Beschränkungen in vielen Bereichen des Lebens. Die Regelungen im Einzelnen können auf der Internetseite des Landratsamtes unter www.landkreis-karlsruhe.de auf den Coronaseiten unter der Ziffer 2 »Was gilt im Stadt- und Landkreis Karlsruhe?« abgerufen werden.

Um wieder in die Inzidenzstufe 1 zu gelangen, muss die 7-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 10 liegen. Tagesaktuell liegt der Inzidenzwert für Karlsruhe Stadt bei 13,5 und im Landkreis bei 7,9 (Corona-Portal Karlsruhe).

Aktuelle Situation im Städtischen Klinikum Karlsruhe

Das Klinikum befindet sich weiterhin in Pandemiestufe 1. Derzeit wird kein COVID-19-Patient intensivmedizinisch betreut. Die anästhesiologischen COVID- und non-COVID Intensivstationen sind aktuell in das neue Haus M umgezogen und bilden dort eine neue große Intensivstation mit insgesamt 22 Betten. Intensivpflichtige Patienten mit SARS-CoV-2 oder anderen isolierpflichtigen Infektionserkrankungen werden auf dieser und den benachbarten internistischen und neurologischen Intensivstationen in speziellen Isolierzimmern behandelt.

Da sich die Stadt Karlsruhe seit Donnerstag in der Inzidenzstufe 2 befindet, gelten die bestehenden Besuchs- und Zutrittsregelungen im Klinikum weiter. Aktuell ist demnach maximal 1 Besucher*in pro Patient*in und pro Tag zulässig. Besuche sind nur nach vorheriger Registrierung und mit 3G-Nachweis (getestet, genesen oder geimpft) möglich. Ausnahmen von dieser Regelung finden Sie auf der Internetseite Klinikbetrieb in Zeiten von Corona.

Tagesaktuelle Informationen

Aktuelle Personalsituation

Derzeit sind 2 Mitarbeitende im Klinikum Karlsruhe positiv auf SARS-CoV-2 getestet und unterliegen einem durch das Gesundheitsamt erteilten Beschäftigungsverbot.

Im Bereich des Pflege- und Funktionsdienstes fallen aktuell 131 Mitarbeitende durch Krankheit, Quarantäne oder Beschäftigungsverbot aus. Davon befinden sich 23 Mitarbeitende in Quarantäne oder im Beschäftigungsverbot.

Autor: Oliver Stilz