Bauen im Klinikum

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bauen für Sie im Klinikum. Seit der Inbetriebnahme der neuen Städtischen Krankenanstalten in der Moltkestraße im Jahre 1907 ist das Städtische Klinikum in die Jahre gekommen. Knapp die Hälfte des Gebäudebestandes – ein wohlproportioniertes denkmalgeschütztes und erhaltenswertes Ensemble – stammt aus dieser Zeit.

Gegenüber dem Gründungsjahr sind die Zahl der Betten, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die stationären Behandlungszahlen um ein Vielfaches gewachsen, die vorhandene Infrastruktur ist daher nicht mehr zeitgemäß. Aus diesen Gründen baut das Klinikum in den nächsten Jahren etwa ein Fünftel seiner Nutzflächen neu.

Das Städtische Klinikum Karlsruhe hat als Haus der Maximalversorgung für die wohnortnahe medizinische Versorgung der Menschen eine wichtige Aufgabe. Um dieser auch in Zukunft gerecht zu werden, waren und sind umfassende bauliche Veränderungen nötig. Neben dem Neubau des Institutsgebäudes (Haus I) und der Kältezentrale (Haus G2) ist vor allem der Neubau des künftigen Betten- und Funktionshauses (Haus M) von großer Bedeutung. Mit unseren Baumaßnahmen möchten wir die Patientenversorgung zum Wohle unserer Patienten neu strukturieren und zentralisieren.

Leider lassen sich Baulärm und Umwege bei der Umsetzung der Neubaumaßnahmen nicht vermeiden. Für die Unannehmlichkeiten und die Lärmbelästigungen möchten wir uns vielmals bei Ihnen entschuldigen.

Wir laden Sie ein, das Klinikum mit Neugier, persönlichen Kommentaren oder Ihrer Unterstützung auf diesem Weg zu begleiten. Verfolgen Sie den Baufortschritt live über unsere Web-Cam, im monatlichen Zeitraffer oder über unseren Bau-Blog.

Ihre Geschäftsführung 

Unsere Bauprojekte im Einzelnen

Das Haus M – das Betten- und Funktionshaus – steht im Zentrum aller Neubaumaßnahmen.

Der Bau, mit dem 2016 begonnen wurde, wird nach seiner Fertigstellung nicht nur alle Intensivstationen des Klinikums beherbergen, sondern auch einen neuen zentralen Operationsbereich mit 20 Operationssälen. Außerdem werden eine Zentralsterilisation, verschiedene Untersuchungs- und Behandlungseinheiten sowie die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme untergebracht. Die Allgemeinpflegestationen mit 240 Betten – verteilt auf zwei Etagen mit je vier Pflegegruppen – runden das Angebot ab. Die geplante Nutzfläche von knapp 21.000 Quadratmetern wird sich auf insgesamt sieben Etagen verteilen.

„Mit Haus M entsteht ein neues und hochmodernes Gebäude, das eine noch bessere medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten ermöglicht“, bescheinigte Oberbürgermeister Frank Mentrup bei der Grundsteinlegung im Oktober 2016. Der Neubau wird künftig die Häuser D, E, H, R und S verbinden, sodass sich eine geschlossene Gebäudestruktur ergibt, wodurch die „Neue Mitte“ des Klinikums entsteht. Das Haus M bildet den Haupteingang zu dieser „Neuen Mitte“ und wird so dem Klinikum ein neues Gesicht verleihen.

Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2020 geplant. Im Folgejahr wird es in Betrieb genommen, ein Prozess, der sich über mehrere Monate hinziehen wird.

Ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung des Klinikums ist auch der Neubau des Institutsgebäudes Haus I.

Im Juni 2019 bezog dort zunächst die Apotheke ihre neuen Räumlichkeiten. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen jetzt größere Arbeits- und Lagerflächen sowie hochmoderne Reinräume zur Herstellung von sterilen Arzneimitteln zur Verfügung. Der Platzbedarf für die Apotheke ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur aufgrund der Zunahme der Patientenzahlen, sondern auch aufgrund des höheren Bedarfs an technischen Geräten gestiegen.

In Haus I soll künftig neben der Apotheke auch die Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene untergebracht werden. Beide Institute sind für den Betrieb des Klinikums von großer Bedeutung. Allein für die Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene sind 18 Laborräume geplant, wovon ein Labor der Schutzstufe 3 der Gefahrstoffverordnung entsprechen soll. Mikrobiologische und molekulare Diagnostik werden immer wichtiger, weshalb die neuen Räume dringend benötigt werden.

In dem Gebäude steht zudem ein hochmoderner Schulungsraum für die Schule für Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten mit 16 Laborarbeitsplätzen zur Verfügung.

Der Gebäudekomplex erstreckt sich über fünf Etagen und weist eine Nutzfläche von rund 4.100 Quadratmetern auf. Er ist in großen Teilen bezugsfertig.

Dort, wo sich früher die Pforte an der Kußmaulstraße befand, entstand nach einer Bauzeit von rund 18 Monaten die neue Kältezentrale (Haus G2) des Klinikums.

Sie nahm bereits Mitte August 2017 ihren Betrieb auf und garantiert eine energieeffiziente und ausfallsichere Kälteversorgung des Klinikareals. So stellt sie unter anderem die Einhaltung konstanter Raumbedingungen in den OP-Sälen und in den Laboren sicher.

Das Bauwerk verfügt über eine beeindruckende technische Ausstattung zu der unter anderem drei Turbokältemaschinen mit einer Leistung von je 1,8 Megawatt gehören. Zudem wurde eine Gasübergabestation errichtet, welche mit einer Anschlussleistung von 8000 kW das Klinikum mit Gas versorgt, um den Betrieb der beiden Dampfkessel und der zwei Blockheizkraftwerke im alten Kesselhaus G sicherzustellen.

Auf dem Dach des Gebäudes wurden neun luftgekühlte Wasser-Glykolrückkühler installiert, die dazu da sind, die Warmluft, die im Innenraum entsteht, auf durchschnittlich 40,5°C abzukühlen, ehe sie an die Umwelt abgegeben wird.

Neben dem Neubau von Haus G2 ist die Modernisierung von Haus G ein weiterer wichtiger Aspekt in puncto Energieversorgung: Im alten Kesselhaus entstand die neue Wärmezentrale mit den zwei Dampfkesseln und den zwei Blockheizkraftwerken. Da das alte Kesselhaus unter Denkmalschutz steht, blieb die äußere Hülle erhalten. Im Inneren wurde es komplett entkernt. Im Zuge dieser Entkernung wurden auch die alten Dampfkessel aus den 50er-Jahren entfernt. In alle Planungen rund um die Energieversorgung des Klinikums waren die Karlsruher Energie-und Klimaschutzagentur (KEK).

Unsere monatlichen Zeitraffer von Haus M

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Klinikgebäude Moltkestraße 90