Operation Frauenklinik

Schamlippenkrebs

Scharmlippenkrebs - Vulvakarzinom

Insbesondere bei jüngeren Frauen wird leider eine Zunahme der Erkrankung festgestellt.

Der Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom) wird durch eine Operation entfernt. Dabei wird nur so viel entnommen, wie zur Tumortherapie notwendig ist. Unter Umständen kann eine Rekonstruktion der Schamlippen nötig werden.

Wir bieten Ihnen die Wächterlymphknotenentfernung in der Leiste an, ähnlich wie bei der Behandlung des Brustkrebses, dies führt zu einer deutlichen Reduktion von Nebenwirkungen.

Inspektion des Genitale: Vulva, Vagina, Portio und Zervix, Essig-Probe, ggf. Jod-Probe. Alle suspekten Veränderungen im Bereich der Vulva werden durch eine sogenannte Punch-Biopsie und anschließender histologischer Untersuchung abgeklärt.

Bei Verdacht auf ein Vulva-Karzinom wird die Leistenregion palpatorisch und sonographisch auf suspekte Lymphknoten untersucht.

Die Therapie des Vulvakarzinoms besteht primär in der Operation mit lokaler Exzision mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand und der inguinalen Lymphonodektomie oder Sentinel-Node-Biopsie zur Feststellung des Lymphknotenstatus.

Je größer der Sicherheitsabstand bei der Resektion, desto geringer ist die lokale Rezidivrate. Bei urethra-nahem oder klitoris-nahem Tumorsitz kann ein geringer Sicherheitsabstand in Kauf genommen werden und Organerhaltend oder schonend operiert werden, wenn die Patientin das höhere Risiko eines Lokalrezidivs akzeptiert und regelmäßig die Nachsorge wahrnimmt.

Ein Risikofaktor für sowohl das Lokalrezidiv im Vulvabereich, wie auch Rezidive in der Leiste ist ein positiver Lymphknotenbefall.

Wegen der defizitären Datenlage kann für Patientinnen nach einer Vulvakarzinomerkrankung an dieser Stelle nur eine Expertenempfehlung niedergelegt werden. Die empfohlenen Untersuchungsintervalle sind alle 3 Monate in den ersten 3 Jahren und alle 6 Monate in den folgenden 2 Jahren. Da ein Drittel der Lokalrezidive erst nach 5 Jahren auftreten, wird die Nachsorge über die 5 Jahresintervalle hinaus empfohlen. Abweichungen sind individuell zu überprüfen und abhängig vom klinischen Befund.

Hier wird auf die S2 Leitlinie Vulvakarzinom  der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe verwiesen.

Weitere Informationen zum Nachsorgeschema
das pdf zum Download