Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich

Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich

Sektionsleiter

Dr. Jochen Patscheke

Dr. med. Jochen Patscheke

Oberarzt

Stellvertreter des Klinikdirektors

Leiter Sektion Onkologie, Kopf- und Halschirurgie
Leiter Sektion Otologie, Laterobasischirurgie, Cochlearimplantation
Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zusatzbezeichnung plastische Operationen

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Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich

Bei Krebserkrankungen der oberen Atem- und Speisewege erfolgt die Behandlung stets durch ein Team aus Experten verschiedener Fachrichtungen. Jeder Patient wird nach gesicherter Diagnose im interdisziplinären Tumorboard des Kopf-Hals-Tumorzentrums  vorgestellt. Deren Mitglieder sind neben den betreuenden Ärzten der Hals-Nasen-Ohrenklinik Kollegen aus dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie sowie aus den Kliniken für Strahlentherapie, internistische Onkologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Pathologie. Für jeden Patienten wird gemeinsam und auf der Grundlage der aktuellen klinischen und wissenschaftlichen Standards ein Therapieplan als Empfehlung festgelegt.

Versorgungsspektrum an der Hals-Nasen-Ohrenklink

Unsere Klinik verfügt über mehrere erfahrene und spezialisierte Kopf-Hals-Chirurgen und bietet das gesamte Spektrum der Operationen bei Tumorerkrankungen von der Schilddrüse bis zur Schädelbasis an. Die sichere Tumorentfernung, ein möglichst minimalinvasives und schonendes Vorgehen und der Erhalt oder die Wiederherstellung von Funktion, Form und Ästhetik werden in jedem Einzelfall bewertet und müssen häufig gegeneinander abgewogen werden. Damit soll die höchste Heilungschance wahrgenommen und ein möglichst normales Leben nach Abschluss der Krebstherapie erreicht werden.

Bei fortgeschrittenen Krebsgeschwulsten werden häufig Gewebstransplantate von benachbarten oder weiter entfernten Körperregionen verwendet, z.B. als freie Lappenplastiken in mikrovaskulärer Technik. Diese modernen Operationsverfahren ermöglichen eine bessere Funktion beim Schlucken, Kauen und Sprechen nach Abschluss der Krebsbehandlung und erhöhen damit die langfristige Lebensqualität nach der Krebsdiagnose.

Sprechstunde

Sprechstunde für Kopf-, Hals-, Speicheldrüsen-, Schilddrüsen-, Gesichtstumore - Clinical Cancer Center - Karlsruhe

Soforttermine täglich von 9:00-12:00 Uhr
Interdisziplinäre Tumorsprechstunde: Donnerstag 08:30-15:00 Uhr
Telefon: 0721 974-2502 
Montag-Freitag 8:00-14:00 Uhr

Tumorerkrankungen

Kehlkopfkrebs im Frühstadium hat eine sehr gute Heilungschance und kann meist minimalinvasiv mit Lasertechnik durch den Mund entfernt werden. Alternativ kommt eine schonende Bestrahlung des Kehlkopfes in Frage.

Kehlkopfkrebs im fortgeschrittenen Stadium erfordert eine sehr sorgfältige Therapieentscheidung. Häufig ist eine Teilentfernung des Kehlkopfes noch möglich oder es kommen sogenannte „Organerhaltprotokolle“ in Frage, mit denen eine Kehlkopfentfernung vermieden werden soll. In jedem Einzelfall steht die Beratung des Betroffenen durch den Arzt zusammen mit Stimm- und Schlucktherapeuten in unserer Klinik an oberster Stelle. Auch ein unterstützendes Gespräch mit Vertretern der Selbsthilfegruppen kann auf Wunsch vereinbart werden.

Je nach Tumorgröße und Ausdehnung in der Mundhöhle oder in den Rachenbereich kann durch eine kleine Operation der Krebs durch den Mund entfernt werden oder es ist eine größere Operation notwendig.

Seit einigen Jahren unterscheidet man Rachenkrebs, der einerseits durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird von andererseits Plattenepithelkarzinomen, wie sie auch am Kehlkopf und in der Mundhöhle vorkommen. Je nach Tumorgröße und Ausdehnung kann durch eine minimalinvasive Operation der Krebs durch den Mund entfernt werden oder es sind größere Eingriffe notwendig. Hier muss jeder Einzelfall abgewogen werden, denn auch eine Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung ohne eine Operation ist möglich. Am häufigsten kommt das Tonsillenkarzinom (Mandelkrebs) vor.

Wird am Hals ein Krebsknoten festgestellt, liegt in den meisten Fällen ein Ableger (Metastase) eines Krebses aus dem Kopf- und Rachenbereich vor. Diesen gilt es dann zu finden und zu behandeln. Dazu erfolgt eine Spiegelung der oberen Atem- und Speisewege in Narkose und ein PET-CT und danach ergibt sich die weitere Behandlung.

Auch Lymphdrüsenkrebs kommt im Halsbereich vor. Hier muss in der Regel ein Lymphknoten entfernt werden, um den genauen Typ bestimmen zu können. Danach erfolgt die weitere Behandlung durch einen medizinischen Onkologen.

Einsatz von Fachpflegekräften für Krebserkrankungen

Für die Betreuung und Pflege der an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten stehen in unserer Klinik speziell weitergebildete Pflegende zu Verfügung, die onkologische Pflegevisiten sowie Beratungs- und Informationsgespräche durchführen. Komplettiert wird das Team durch ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet des Wundmanagements zur Behandlung akuter wie chronischer Wunden.

Psychoonkologische Betreuung, Sozialmedizin und Selbsthilfe

Für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren haben wir eine Spezialsprechstunde eingerichtet.

Patienten mit neu aufgetretenen Tumoren bekommen in unserer Klinik stets einen schnellen Termin. Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, sollten alle aktuellen Befunde und eine aktuelle Medikamenten- und Diagnoseliste vom Hausarzt sowie CT/MRT-Bilder auf CD mitgebracht werden.