Traumatologie

Traumatologie

Unsere hochspezialisierte Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie versorgt als einzige gesichtstraumatologische Klinik der Region neben Weichgewebsverletzungen alle Gesichtsknochenbrüche sowie Kieferfortsatz- und komplexe Zahnverletzungen.

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie übernimmt eine sehr wichtigen Teil der Akut- und Notfallversorgung in der Traumatologie, da der Kopf und damit das Gesicht häufig bei Mehrfachverletzten beteiligt ist. Zur Behandlung arbeiten wir eng mit den Nachbardisziplinen wie Augenheilkunde, HNO, Neurochirurgie, Neurologie und auch Unfallchirurgie zusammen.

Bei Verletzungen am Kopf mit stärkerer Gewalteinwirkungen und starken Kopfschmerzen, Erinnerungslücken an das Unfallereignis, Übelkeit oder Erbrechen gehen Sie bitte direkt in Begleitung in die zentrale Notaufnahme (ZNA). Von dort werden Sie nach Untersuchung durch einen Neurologen oder Unfallchirurgen an uns weitergeleitet. Kinder gehen bei gleichschweren Verletzungen über die Kindernotaufnahme.

Bei Kopfverletzungen mit Schädelhirntrauma muss evtl. ein CT durchgeführt werden. Ebenso bei Verletzungen der Augenhöhle mit Weichgewebsbeteiligung. Bei Gesichtsknochenbrüchen reicht evtl. eine DVT Digitales Volumentomographie) mit deutlich weniger Strahlenbelastung aus. Das DVT, sowie spezielle Gesichtsschädelaufnahmen können direkt in unserer Klinik angefertigt werden.

Mit isolierten Gesichtsverletzungen dürfen Sie direkt zu uns kommen. Gelegentlich, besonders bei Blutungen und klaffenden Wunden ist es sogar notwendig, dass zunächst die Wunden versorgt werden, bevor Sie zum Ausschluss weiterer  Begleitverletzungen in die zentrale Notaufnahme gehen. Steht die Verletzung außerhalb des Gesichtes im Vordergrund, werden wir zur Versorgung in die ZNA gerufen.

Wenn eine isolierte Gesichtsverletzung vorliegt oder die Verletzung führend ist, liegen Sie aber in unserer Klinik. Bei der Versorgung steht wiederum die Wiederherstellung der Form und Funktion an erster Stelle der Bemühungen. Unser Doppelstudium ist dabei Voraussetzung, um die Gesichtsbrüche so reponieren zu können, dass später auch der Zusammenbiss wieder stimmt. Hierzu kann eine vorrübergehende Schienung zwischen Unter und Oberkiefer notwendig sein. Ziel ist es aber in den meisten Fällen, nach dem Einrichten der Brüche, die  Fragmente mit kleinen (Miniplatten) und kleinsten (Mikroplatten) aus Titan so gegeneinander zu stabilisieren, dass Sie ohne sichtbare Folgen miteinander verknöchern können. Die Bruchheilung hängt aber von vielen weiteren Faktoren, wie Alter, Gesundheitszustand, Zeitpunkt der Behandlung, Trümmerungsgrad oder Verschmutzung durch Fremdkörper ab.

Wir versuchen die Zugangswege so zu legen, dass nach Möglichkeit keine störenden Narben im Gesicht verbleiben.

Bei älteren Patienten können die Platte belassen werden, bei jüngeren kann man sie nach einem halben Jahr entnehmen. Normalerweise stören die Platten jedoch nicht.

Gelegentlich sind Spätkorrekturen nach Traumata notwendig. Optimaler Weise würde man damit jedoch ein halbes Jahr warten, da dann die Narbenbildung abgeschlossen ist.

Bei Zahnverletzungen ist die Suche nach herausgeschlagenen Zähnen und Fragmenten, sowie deren sachgemäße Lagerung für den Transport wichtig (am besten in einer Zahnrettungsbox, wenn nicht vorhanden in kalter H-Milch, Kochsalzlösung oder wenn keines der drei verfügbar im Speichel in der Wangentasche, Vorsicht: nicht verschlucken). Verlieren Sie keine weitere Zeit durch die Suche, das können Dritte für Sie fortführen.

Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Zudem sind wir nach Zahntraumata auf den Ersatz durch Unfall verloren gegangener Zähne mit Implantaten spezialisiert.