Neue Perspektiven für die Pflege in Haus M

„Mein Name ist Jonas Kunz, ich bin Bereichsleiter Pflege in der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie und in der Augenklinik am Städtischen Klinikum.“

„Bis ich alle Stationen abgeklappert habe, bin ich manchmal zwei bis drei Stunden unterwegs“, beschreibt Bereichsleiter Jonas Kunz die momentane Lage im Klinikum. „Im neuen Haus M dagegen liegen die Stationen optimal zusammen.“ Zentralität und smarte Prozesse waren bei der Planung des Neubaus wichtig. Dies machte auch die Neuorganisation personeller Strukturen notwendig.

„Das Ziel ist, insgesamt agiler zu sein und noch effizienter zu arbeiten“, erklärt Jonas Kunz. „Im Hinblick darauf sind wir frühzeitig dazu übergegangen, anstelle

der stellvertretenden Stationsleitungen Bereichsleitungen einzusetzen, um mit dieser neuen Organisationsform in Haus M sofort präsent zu sein.“

Als Bereichsleiter ist Jonas Kunz zu 50 Prozent mit administrativen Aufgaben betraut, darunter auch die Mitarbeiterführung und das Erstellen der Dienstpläne. Die anderen 50 Prozent entfallen auf die Arbeit direkt beim Patienten. „Ich gehe jeden Tag mit großer Freude an die Arbeit“, sagt der 32-jährige Vater zweier Kinder, der gleich vier Stationen führt. „Es ist ein toller und schöner Beruf.“

Dennoch ist der Job auch eine tägliche Herausforderung für ihn. „Die größte Aufgabe ist für mich die Erstellung des Dienstplans und die Motivation der Mitarbeiter. Das geht ja Hand in Hand“, erzählt Kunz, Fachwirt für Sozial- und Gesundheitswesen. Knapp 60 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit organisiert er auf seinen Stationen. „Das Ziel ist es, die Mitarbeiter so einzuplanen, dass es zu ihrer jeweiligen Lebenssituation passt, sie zufrieden sind und natürlich alle Dienste angemessen abgedeckt werden. Spannend wird es, wenn Ausfälle das Alltagsgeschehen beherrschen. Dann heißt es, die Mitarbeiter so zu motivieren, dass sie bereit sind, entstehende Lücken zu füllen.“

Sein Geheimrezept, warum es immer wieder aufs Neue gelingt? „In der Pflege arbeiten viele empathische Menschen. Empathie ist die Sprache, mit der wir uns und unseren Patienten begegnen. Das ist der Grund, warum wir auch personelle Engpässe immer wieder gut überwinden. Ich setze mich als Bereichsleiter gerne dafür ein, dass alles rund läuft. Auch versuche ich in Team- und Einzelgesprächen jeweils zu schauen, wo der Schuh drückt.“

Zur allgemeinen Situation im Pflegeberuf sagt er: „Ich nehme wahr, dass es positive Bewegungen hinsichtlich der Beliebtheit des Pflegeberufes in unserem Klinikum gibt. Die Pflege ist insgesamt auf einem guten Weg. Allerdings ist die Politik noch ein ganzes Stück weit gefordert, ihre Versprechungen auch umzusetzen.“

Autor: Externer Autor