Urologische Klinik
Das Fast-Track-Verfahren in der Urologie
Schneller fit nach der OP
Patientinnen und Patienten mit Blasenkrebs und anderen Erkrankungen, die nach einer Blasenentfernung einen künstlichen Blasenersatz erhalten, profitieren in der Urologischen Klinik vom so genannten Fast Track-Verfahren.
Dabei handelt es sich um eine Methode nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, mit der die Behandlung vor, während und nach der Operation neu gedacht wird. Ziel ist eine schnellere Erholung, weniger Komplikationen, weniger Schmerzen und eine frühere Rückkehr in den Alltag.
Schonendes Verfahren mit weniger Nebenwirkungen
Das Fast Track-Konzept umfasst mehrere Elemente. Dies beginnt mit der bestmöglichen Vorbereitung der Patientinnen und Patienten auf den mehrstündigen Eingriff. Dabei werden individuelle Ressourcen, aber auch verbesserungsfähige Defizite beispielsweise in der Bewegung, Ernährung oder Eisenversorgung ermittelt. Diese Erkenntnisse bestimmen dann den jeweiligen Behandlungspfad.
Vorteile von Fast-Track
- Der Eingriff erfolgt mit schonenden Operationstechniken, die Blutverlust reduzieren und die Darm- sowie Harnableitungsfunktion optimal erhalten.
- Die eingesetzten Narkoseverfahren schonen den Kreislauf und vermindern Übelkeit.
- Eine individuelle effektive Schmerztherapie minimiert die Schmerzen.
- Schnellere Mobilität und Selbständigkeit nach der OP.
- Generell weniger Nebenwirkungen und Komplikationen.
- Schnellere Erholung des Darms: Essen und Trinken ist nach der OP früher wieder möglich.
- Der Blasenersatz kommt schneller in eine stabile Funktion und die Patientinnen und Patienten gewinnen früher Sicherheit im Umgang mit ihrem neuen Harnweg.
Fast Track-Assistenz
Ein wichtiger Teil des Konzepts ist die Fast Track-Assistenz. Sie ist Schlüsselfigur zwischen den beteiligten Berufsgruppen aus Medizin, Pflege, Physiotherapie und Patientenberatungsdienst sowie den Patientinnen und Patienten.
Ihr Schwerpunkt ist die intensive Betreuung der Patientinnen und Patienten. Dazu gehören Aufklärungsgespräche vor der OP anhand spezieller Schulungsmaterialien, eine persönliche und individuelle Betreuung während des Krankenhausaufenthalts sowie ein strukturiertes Nachsorgeprogramm.
Besonders wichtig ist die Einbindung des häuslichen Umfelds, also von Familie und Freunden, da die Patientinnen und Patienten die Klinik im Fast Track-Programm früher verlassen können und sich dann die Genesungszeit zuhause anschließt.