Klinik für Nuklearmedizin
Die PET/CT verbindet die funktionelle, ebenfalls dreidimensionale PET (Positronen-Emissions-Tomographie) mit der anatomischen CT in einem Untersuchungsgang und zählt zu den modernsten bildgebenden Verfahren, vor allem in der Tumordiagnostik. Sie ist die genaueste nicht-invasive Methode zur Darstellung molekularer Veränderungen. Unsere Klinik ist von der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin als „Accredited Centre of Excellence PET/CT" zertifiziert.
Der radioaktive Tracer wird Ihnen über eine Kanüle in eine Armvene injiziert. Über den Blutkreislauf gelangt er an die Stelle im Körper, die untersucht werden soll – je nach Tracer dauert dies unterschiedlich lange, wodurch eine Wartezeit entsteht.
Die eigentliche Aufnahme erfolgt dann im PET-Scanner, einer etwa 1,8 Meter langen, an beiden Enden offenen Röhre: Sie liegen dabei auf einer Liege, die langsam durch die Röhre fährt, während der Scanner ringförmig um Sie herum die Strahlung aufzeichnet. Im Anschluss an die PET-Messung erfolgt in der Regel eine CT-Bildgebung, ggf. mit Kontrastmittel, um funktionelle und anatomische Informationen in einer Untersuchung zu kombinieren.
Während der gesamten Messzeit von ca. 10 bis 15 Minuten sollten Sie sich möglichst nicht bewegen.
- Bitte kommen Sie pünktlich – unsere Untersuchungsgeräte sind stark ausgelastet und bei Verspätung können wir oft nicht mehr warten.
- Ambulante gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten bringen bitte eine Überweisung der Haus- oder Facharztpraxis mit.
- Klären Sie vorab mit Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt, ob bestimmte Medikamente vor der Untersuchung abgesetzt werden sollen.
- Falls nötig, bringen Sie bitte Ihre Lesebrille mit, um den Aufklärungsbogen lesen zu können.
- Bitte legen Sie vor der Untersuchung sämtlichen Schmuck an Kopf und Hals ab.
- Bei Platzangst (Klaustrophobie) informieren Sie uns bitte rechtzeitig, spätestens vor Gabe des radioaktiven Medikaments – wir geben Ihnen dann bei Bedarf ein Beruhigungsmittel. Danach dürfen Sie nicht mehr selbst Auto fahren und müssen unter Begleitung zurückkehren.
- Am Untersuchungstag geht von Ihnen eine schwache radioaktive Strahlung aus. Bitte beschränken Sie den Kontakt zu Kindern und Schwangeren daher auf das Nötigste.
- Bitte tragen Sie möglichst Kleidung ohne Metallteile (auch Reißverschlüsse, Knöpfe, Labels, manche BHs), da diese Kleidungsstücke sonst vor der Untersuchung abgelegt werden müssen.
- Bringen Sie bitte ein großes Handtuch oder eine Decke zum Zudecken während der Aufnahme mit.
- Beachten Sie zusätzlich die Informationen zu Ihrer spezifischen Untersuchung auf unserer Webseite.
PET-Tracer
Für die PET/CT-Bildgebung verwenden wir je nach Fragestellung unterschiedliche schwach radioaktiv markierte Substanzen (Tracer). Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bei uns eingesetzten Tracern:
Indikationsliste
- Bestimmung des Tumorstadiums von primären nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen.
- Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen.
- Charakterisierung von Lungenrundherden, insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittels einer invasiven Methodik nicht möglich ist.
- Bestimmung des Tumorstadiums von kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, es sei denn, dass vor der PET-Diagnostik ein kurativer Therapieansatz nicht mehr möglich erscheint.
- Nachweis eines Rezidivs (bei begründetem Verdacht) bei kleinzelligen Lungenkarzinomen, wenn die Patientin oder der Patient primär kurativ behandelt wurde und wenn durch andere bildgebende Verfahren ein lokales oder systemisches Rezidiv nicht gesichert oder nicht ausgeschlossen werden konnte.
- Staging-Untersuchungen beim Hodgkin-Lymphom bei Erwachsenen bei Ersterkrankung und bei rezidivierter Erkrankung. Ausgenommen hiervon ist der Einsatz der PET in der Routine-Nachsorge von Patientinnen und Patienten ohne begründeten Verdacht auf ein Rezidiv des Hodgkin-Lymphoms.
- Entscheidung über die Durchführung einer Neck Dissection bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs.
- Entscheidung über die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie beim Larynxkarzinom, wenn nach Abschluss einer kurativ intendierten Therapie der begründete Verdacht auf eine persistierende Erkrankung oder ein Rezidiv besteht.
- Maligne Lymphome bei Kindern und Jugendlichen.
- Staging-Untersuchungen bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen und Untersuchung bei Verdacht auf Transformation aus einem follikulären Lymphom bei unklaren Ergebnissen der bildgebenden Standarddiagnostik bezüglich der bevorzugt zu biopsierenden Läsion.
Ausgenommen hiervon ist der Einsatz der PET in der Routine-Nachsorge von Patientinnen und Patienten ohne begründeten Verdacht auf ein Rezidiv. - Entscheidung über die Durchführung einer zugelassenen nuklearmedizinischen Therapie mit (177Lu) Lutetiumvipivotidtetraxetan bei Patientinnen und Patienten mit einem progredienten, metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRRC), die zuvor mittels Inhibition des AR-Signalwegs und taxanbasierter Chemotherapie behandelt wurden (Nur über die ASV “Urologische Tumoren” möglich).
(Stand: 1.10.2025)