Neonatologie & Pädiatrische Intensivmedizin

Teamleitung

Alexander Krauth

Spezialgebiete: Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Rettungsdienst/Notfallmedizin
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Zusatzbezeichnung: Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin, Notfallmedizin

Dr. Virgina Toth

Spezialgebiete: Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Infektiologie
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Zusatzbezeichnung: Neonatologie

Dr. Albrecht Hellenschmidt

Spezialgebiete: Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Infektiologie
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Zusatzbezeichnung: Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin

Dr. Matthias Kuch

Spezialgebiete: Neonatologie und Intensivmedizin, Notfall- und Rettungsmedizin und Gastroenterologie
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Zusatzbezeichnung: Neonatologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Gastroenterologie

Beschreibung des Fachgebiets

Das LEVEL 1-Perinatalzentrum Karlsruhe (Maximalversorgung von Früh- und Neugeborenen) vereint funktionell die geburtshilfliche Abteilung der Frauenklinik mit der neonatologischen Abteilung der Kinderklinik.

Entsprechend dieser Klassifizierung werden Früh- und Neugeborene unabhängig vom Schwangerschaftsalter oder Geburtsgewicht aufgrund ihrer Unreife, Erkrankung oder Fehlbildung behandelt.

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Neonatologie

  • 10 Beatmungsplätze der Pädiatrischen Intensivstation S26 (flexible Belegung bei insgesamt 15 Plätzen)
  • 15 Plätze der Frühgeborenenstation S25
  • 10 Plätze der Neugeborenen-/Säuglingsstation S35/36

Die neonatologische Abteilung erfüllt sämtliche Voraussetzungen des G-BA-Beschlusses bzgl. räumlich-struktureller und personeller Ausstattung, Mindestmengenregelung sehr kleiner Frühgeborener, interner und externer Fallkonferenzen, Infektionsüberwachung und Veröffentlichung der Ergebnisqualität.

Die Pädiatrische Intensivstation S26 bildet mit dem Entbindungsbereich eine „Tür an Tür“- Einheit und ist rund um die Uhr im pflegerischen und ärztlichen Bereich im Schichtdienstsystem besetzt. Zudem existiert außerhalb der Kernarbeitszeit ein separater neonatologisch-intensivmedizinischer Oberarzt-Rufdienst.

Ergebnisqualität auf Basis des Beschlusses des G-BA

Die neonatologische Abteilung erfüllt sämtliche Voraussetzungen des G-BA-Beschlusses bzgl. räumlich-struktureller und personeller Ausstattung, Mindestmengenregelung sehr kleiner Frühgeborener, interner und externer Fallkonferenzen, Infektionsüberwachung und Veröffentlichung der Ergebnisqualität.

Die Daten zur frühen Ergebnisqualität auf Basis des Beschlusses des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) zur Qualitätssicherung der Früh- und Neugeborenenversorgung sind auf der Internetseite Perinatalzentren abrufbar.

ERGEBNISQUALITÄT

Hinweis: Um auf der Internetseite (www.perinatalzentren.org) zu den Ergebnissen des Städtischen Klinikums Karlsruhe zu gelangen, geben Sie in der Suchmaske die Postleitzahl 76133 ein und lösen die Suche aus.

Bei bestimmten ambulant oder stationär betreuten Risikoschwangeren finden bereits vorgeburtliche Beratungsgespräche statt, z.B. bei fetalen Fehlbildungen, Zwillingskomplikationen oder drohender Extremfrühgeburtlichkeit.

Die bei bestimmten fetalen Fehlbildungen indizierte Fetal-MRT-Untersuchung wird kinderradiologisch befundet und interdisziplinär beurteilt.

Das Team versorgt jährlich ca. 75 (60-100) „Very Low Birth Weight“-Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g, davon ca. 30 Frühgeborene unter 28 Schwangerschaftswochen.

Der Mehrlingsanteil liegt in dieser Alters- und Gewichtsklasse bei 30-40%. Diesen sehr untergewichtigen Frühgeborenen wird nach Entlassung eine Nachbetreuung in der Frühgeborenen-Nachsorgeambulanz angeboten.

Einen Behandlungsschwerpunkt insbesondere bei Frühgeborenen stellt das Konzept der „Entwicklungsfördernden Betreuung“ dar, das über das übliche „Minimal Handling“ weit hinausgeht, bereits bei der Erstversorgung im Kreißsaal beginnt und die Eltern frühzeitig in die Pflege und Entwicklungsförderung einbezieht.

Die Klinik verfügt über innovative Behandlungsstrategien mit großer Erfahrung bei Frühgeborenen („Erstversorgungskonzept mit Surfactantapplikation unter CPAP-unterstützter Spontanatmung bei VLBW-Frühgeborenen“) und Neugeborenen („Kontrollierte Hypothermietherapie nach perinataler Asphyie“). Sie besitzt neben der modernen Beatmungsgerätelinie „Fabian HFO“ zudem zwei Hochfrequenzoszillatoren („Sensor Medics 3100 A“) und zwei Stickstoffmonoxidapplikationsgeräte („INOvent“).

Rund um die Uhr besteht die Möglichkeit einer Mitbetreuung und Mitbehandlung kranker Früh- und Neugeborener durch die Klinik für Kinderchirurgie. Sämtliche andere Fachabteilungen können ebenfalls in die Behandlung miteinbezogen werden.

Seit 2010 existiert eine externe Kooperationsvereinbarung mit der geburtshilflichen Abteilung der St. Vincentiuskliniken gAG Karlsruhe (Klinikdirektor Dr. med. O. Tomé).

Bei einem Notfall in einer Geburtsklinik in Karlsruhe und der näheren Umgebung, der nach dortiger Einschätzung eine Verlegung des Kindes in die Kinderklinik notwendig macht, rückt ein Team aus Kinderarzt und Kinderkrankenschwester mit einem der beiden Transportinkubatoren in einem vom Rettungsdienst bereitgestellten RTW aus („Neugeborenen-Notarztdienst“). Dies geschieht ca. 100 mal pro Jahr.

Es existiert die volle Weiterbildungsberechtigung (3 Jahre nach WBO 2006) für den Schwerpunkt „Neonatologie“ (Prof. Dr. med. J. Kühr).

Pädiatrische Intensivmedizin

Im Klinikum Karlsruhe werden Kinder aller Altersklassen intensivmedizinisch behandelt.

Die Pädiatrische Intensivstation S26 ist im pflegerischen und ärztlichen Bereich rund um die Uhr  im Schichtdienstsystem besetzt. Hierzu stehen 5 Beatmungsplätze (flexible Belegung bei insgesamt 15 Plätzen) und 1 weiterer Notfall-Behandlungsplatz zur Verfügung.

Zudem existiert außerhalb der Kernarbeitszeit ein separater neonatologisch-intensivmedizinischer Oberarzt-Rufdienst. Rund um die Uhr kann ein Reanimationsteam für Notfälle im Gebäude der Kinder- und Frauenklinik alarmiert werden.

Behandlungsschwerpunkte sind neben der intensivmedizinischen Therapie pädiatrischer Krankheitsbilder (z.B. schwere Pneumonie, entgleister Diabetes mellitus, Status epilepticus oder septischer Schock) die geplante postoperative Nachbehandlung und ggf. Nachbeatmung kinderchirurgischer, neurochirurgischer, Mund-Kiefer-Gesichts-chirugischer und Hals-Nasen-Ohren-ärztlicher Patienten. Ferner werden schwer mehrfach verletzte (polytraumatisierte) Kinder, die meist überregional per Rettungshubschrauber in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) eingeliefert werden, intensivmedizinisch-interdisziplinär behandelt.

Die Klinik verfügt über innovative Behandlungs- und Beatmungsstrategien mit großer Erfahrung bei Kinder aller Altersklassen. Sie besitzt neben der Beatmungsgerätelinie „Evita 4“ zudem zwei Hochfrequenzoszillatoren („Sensor Medics 3100 A“) und zwei Stickstoffmonoxidapplikationsgeräte („INOvent“).

Es existiert derzeit eine Teil-Weiterbildungsberechtigung (1 Jahr nach WBO 2006) für die Zusatzbezeichnung „Pädiatrische Intensivmedizin“ (OA Alexander Krauth).